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Wirklich erschreckende Zahlen
Kommentar der Fanhilfe Hertha B.S.C.
Die in der vergangenen Woche bekannt gewordenen Zahlen der Datei „Sportgewalt Berlin“ haben, wie auch in der Vergangenheit, zu einem hörbaren Aufschrei in der Presselandschaft geführt. Denn wenn in dieser Datei die Personenanzahl steigt, muss es ja eigentlich auch mehr gewaltbereite Personen im Umfeld von Sportveranstaltungen geben. Dies ließe sich zumindest aus dem Namen der Datei ableiten: „Sportgewalt Berlin“, klingt martialisch – vielleicht ist das ja auch gerade so gewollt. Doch ist dies wirklich so und kann diese Datei einen konkreten Überblick über das Gewaltpotenzial rund um den Fußball in Berlin überhaupt liefern?
Ein Blick auf den Personenkreis, welcher in diese Datei aufgenommen wird, lässt die Fragezeichen jedenfalls nicht kleiner werden: Dort finden sich nämlich u. a. neben Beschuldigten von Straftaten und Gefahrenverursachen auch Hinweisgeber, Zeugen und „Kontaktpersonen von potenziellen Straftätern“ wieder. Ebenso werden Leute in dieser Datei gespeichert, gegen die eine Personalienfeststellung angeordnet oder ein Platzverweis ausgesprochen wurde. Schon bemerkenswert, dass eine Person, die beim Urinieren in Stadionnähe erwischt wurde und ihre Personalien abgeben musste, nun in die Zielkategorie dieser Datei fällt. Einmal am falschen Ort Druck abgelassen und schon ist dafür gesorgt, dass die Zahl der Gewalttäter in die Höhe geht. Zumal alle in der Datei stehenden Personen in Kategorie B (gewaltbereit) oder Kategorie C (gewaltsuchend) eingeteilt sind.
Um dies genauer zu überprüfen, bräuchte es eine Informationspflicht gegenüber den gespeicherten Personen, dass diese dort aus welchen Gründen auch immer gelistet sind. Doch dieses Anrecht existiert nicht. Und selbst das im Allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetz Berlins festgeschriebene Auskunftsrecht jeder Person wird derzeitig von den zuständigen Stellen nicht zuverlässig erfüllt. Zumindest kann nicht davon ausgegangen werden, wenn wie aktuell vorliegend eine Klage gegen das LKA auf Auskunft anhängig ist und interessierte Bürgerinnen und Bürger mit der Antwort vertröstet werden, dass man leider überlastet sei und die Anfrage zum jetzigen Zeitpunkt nicht bearbeitet werden kann.
Seit 1998 existiert die Datensammlung und erst im April vergangenen Jahres wurde diese aufgrund von Nachfragen im Abgeordnetenhaus von Berlin öffentlich bekannt. Seitdem gibt es regelmäßige Anfragen über Struktur, Speicherung und Auskunftsersuchen. Sogar eine Innenausschussanhörung Anfang des Jahres beschäftigte sich hauptsächlich mit diesen Themen. Die jahrelang verschwiegene Existenz dieser Datei, der riesige und undifferenzierte zu speichernde Personenkreis und die Blockadehaltung des LKA bei beantragten Auskunftsersuchen erzeugen nicht nur noch größere Fragezeichen, sondern grundsätzlichere Fragen: Wofür braucht es eine Datei mit diesem Namen, wenn diese doch nichts wirklich Substanzielles aussagt? Welche Daten sind dort gespeichert, wenn es nicht innerhalb einer angemessenen Zeit möglich ist, diese an die anfragenden Personen weiterzuleiten? Und wie kann es sein, dass Datensätze zu rund 1450 Personen angelegt werden und niemand darüber in Kenntnis gesetzt werden muss?
Das wirklich erschreckende an den öffentlich gewordenen Zahlen ist, dass diese ganz bewusst ein Gefühl der Angst schüren sollen, an Undifferenziertheit kaum zu übertreffen sind und weiterhin aus einer Datenbank stammen, in die tief greifende Einblicke nicht erwünscht und augenscheinlich nur mit juristischen Mitteln möglich sind. An dieser Situation muss sich zeitnah etwas ändern. Der Ball liegt im Feld der Politik.
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10. Remember Benny – Cup
Hallo Herthaner, Freunde, Helferinnen und Helfer aus nah und fern!
Es ist kaum zu glauben wie die Zeit vergeht, es ist bereits das zehnte mal, dass wir in Gedenken an Benny den „Remember Benny Cup“ durchführen.
Kommt am Samstag, den 20. Juni 2015 zum 10. „Remember Benny Cup“ auf das Gelände von Hertha BSC und verbringt mit uns einen würdigen und schönen Tag, der natürlich auch auf den Fußballplätzen viel Freude bereiten soll. Das Turnier beginnt um 10 Uhr. Alle teilnehmenden Mannschaften bitten wir allerdings spätestens um 9 Uhr vor Ort zu sein. Achtung, die Teilnehmerliste ist bereits voll!
Wie bei den vergangenen Turnieren wird es auch dieses Mal keinen Mangel an Speisen und Getränken geben. Also bringt ordentlich Hunger und Durst mit. Ebenfalls wird es wieder eine Tombola mit vielen kreativen Preisen für den guten Zweck geben. Alle Mehreinnahmen des Tages aus Verkauf, Spenden und den Startgeldern werden wir selbstverständlich auch in diesem Jahr an die „Deutsche Stiftung gegen Leukämie“ spenden. Der Zugang zum Turnier wird wieder über die Hanns-Braun-Straße sein (Eingang: U-Bahnhof Olympiastadion). Wir bitten Euch ausdrücklich darum, dass Zigaretten nur in den Sandeimern entsorgt werden und der Müll natürlich in den bereitstehenden Mülltonnen landet. Bitte beachtet auch, dass Tiere und Glasflaschen auf dem gesamten Gelände verboten sind.
In diesem Jahr möchte uns zudem die „Deutsche Stiftung gegen Leukämie“ eine Typisierungsaktion ermöglichen. Wer also noch nicht typisiert ist, kann dies gerne vor Ort in der Zeit von 11-14 Uhr tun. Kommt vorbei und ermöglicht, dass weiteren Menschen möglicherweise das Leben gerettet werden kann. Informationen zur Stiftung und zur Typisierung erhaltet ihr unter www.gegen-leukaemie.de
Nicht vergessen – weiter helfen – Leben retten!
Harlekins Berlin ’98
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Freispruch in Bielefeld: Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft enden in Sackgasse
Nicht nur das vermeidbare Pokal-Aus von Hertha B.S.C. am 28.10.2014 gegen Arminia Bielefeld sorgte für reichlich Kopfschütteln unter den mitgereisten Anhängern des Hauptstadtclubs, sondern auch der im Anschluss an die Partie stattfindende Polizeieinsatz (Meldung Fanhilfe Hertha B.S.C. vom 30.10.14). Die Polizei rechtfertigte ihre völlig überzogenen Maßnahmen nach dem Spiel damit, dass „mehrere, zwischenzeitlich erkannte auswärtige Tatverdächtige des Abbrennens der Pyrotechnik im Gästefanbereich vorläufig festgenommen werden sollten“ (Antwort im Landtag von NRW, Drucksache 16/7568). Gegen einen dieser angeblichen Täter ist nun das Urteil ergangen: Es lautet Freispruch.
Dazu erklärt die Fanhilfe Hertha B.S.C.: „Wir freuen uns sehr, dass die Gerechtigkeit gegen Willkür und Unwahrheiten gesiegt hat. Der aufgebaute Druck von Polizei und Politik hat zum Glück nicht dazu geführt, dass eine unschuldige Person verurteilt worden ist. Der lupenreine Freispruch mit bewiesener Unschuld ist eine schallende Ohrfeige für die zuständigen Ermittlungsbehörden in Bielefeld und Berlin.
Dieses Verfahren war in seiner Gänze vollkommen überflüssig und wäre auch vermeidbar gewesen, hätte die Polizei nicht eine schuldige Person gebraucht, um ihren missratenen Einsatz nach dem Spiel zu rechtfertigen. Eine objektive Betrachtung der Tatvorwürfe und der vorliegenden Beweise fand ebenso wenig statt wie entlastende Ermittlungen. Erneut wurde somit die klamme Staatskasse mit Kosten belastet, die eindeutig nicht hätten entstehen müssen. Ein zweifelhafter Zeuge, dessen Aussagen vor dem Gericht keinen Bestand haben, reicht eben nicht aus, damit eine unschuldige Person ihren Kopf für die desolate Arbeit der Sicherheitsbehörden hinhalten muss. Dies sah am Ende auch die Staatsanwaltschaft so und beantragte ebenfalls den Freispruch.
Jetzt ist der Verein Arminia Bielefeld am Zuge, das unberechtigt ausgesprochene Stadionverbot gegen diese nun freigesprochene Person unverzüglich aufzuheben. Wir fordern die Verantwortlichen in Bielefeld auf, diese Aufhebung mit demselben Arbeitseifer anzugehen, wie die vorschnelle und ohne Anhörung erfolgte Aussprache des Stadionverbots.“
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Fahrt mit dem Hertha-Schiff am 13.6 noch freie Plätze
Hallo Herthaner,
am Samstag, den 13.6 schippern wir mit dem Hertha-Schiff über die Kyritzer Seenplatte. Für diese Fahrt haben wir noch freie Plätze. Wenn Du dabei sein möchtest melde Dich im FKO Forum an. Im Entsprechenden Thema sind alle Informationen dazu.
Solltest Du kein Konto im FKO Forum besitzen so kannst Du auch folgende E-Mail-Adresse zur „verbindlichen“ Anmeldung nutzen dampfer@foerderkreis-ostkurve.de . Bitte deinen vollen Namen und den aller Mitfahrer/Freunde angeben.
Die Fahrt kostet 25€ und bezahlt wird bei Abfahrt am Bus. Wir starten um 10 Uhr an der Masurenallee ggü. dem ZOB. Die Fahrt mit dem Bus dauert rund eine Stunde. Gegen 11:30 Uhr sind wir dann auf dem Schiff und erfahren auf der rund 2-stündigen Rundfahrt allerhand Interessantes zur Geschichte des Schiffes sowie der Kyritzer Seenplatte. An Fotofreunde ist auch gedacht worden, so wird es eine Extrarunde geben, bei der Fotos gemacht werden können. Anschließend wird bei hoffentlich schönem Wetter an der Anlegestelle gegrillt, bevor es gegen 15 / 16 Uhr wieder nach Berlin geht.
Mit Erhalt der Bestätigung per PM / Email bist Du sicher auf der Liste, da die Anzahl auf 100 Personen begrenzt ist.
In diesem Sinne auf einen schönen Tag auf dem Schiff, der bei der Namensfindung des besten Vereins der Welt Pate stand.

