Aktuelles

  • Saisoneröffnungsgrillen: Hertha BSC – CFC Genoa

    Am kommenden Samstag (1. August) tritt unsere Hertha zum letzten Testspiel vor dem Beginn der neuen Saison gegen den italienischen Traditionsverein CFC Genoa an. Da das Spiel im Jahnsportpark ausgetragen wird, laden wir ab 14 Uhr zum Saisoneröffnungsgrillen ins Fanprojekt Berlin ein. Die Räumlichkeiten des Fanprojekt befinden sich auf dem Gelände des Jahnsportpark, direkt am nördlichen Ausgang des U-Bhf. Eberswalder Straße.

    Vor Ort gibt es kalte Getränke, verschiedene Grillspezialitäten und einen Infostand des Förderkreis Ostkurve (FKO). Dort könnt ihr eure Mitgliedschaft für die neue Saison verlängern, erhaltet Infos zu Fragen rund um den FKO und könnt auch noch Karten für das DFB-Pokalspiel in Bielefeld erwerben (Stehplatz: 12€ / erm. Stehplatz: 10€). Außerdem wird es einen kleinen Rückblick auf die letzte Saison in Bildern geben. Das Fanprojekt bleibt bis kurz vor 17 Uhr geöffnet, ehe es dann gemeinsam in Stadion geht. Also, kommt vorbei!

    Fanhaus Fanprojekt Berlin
    Cantianstraße 25
    10437 Berlin


  • ProFans fordert die Abschaffung von Freitags- und Montagsspielen

    Berlin, den 07. Juli 2015

    Auch ProFans hat die öffentliche Diskussion um die Ideen der Deutschen Fußballliga zur Kenntnis genommen. Ursprünglich aus der Initiative „Pro15:30“ hervorgegangen, sind die Spielansetzungen schon immer ein Kernthema der Bündnisarbeit von ProFans. Seit der Saison 2014/2015 hat ProFans den Fokus noch einmal deutlicher auf das Thema Anstoßzeiten gesetzt.

    Nach einer aktiven Spielzeit mit viel Öffentlichkeitsarbeit durch die kontinuierliche Dokumentation fanunfreundlicher Anstoßzeiten (Vergabe des Negativpreises „SpielAnsetzungsMonster“), sowie der Formulierung von Kompromissvorschlägen (Offener Brief an den Geschäftsführer der DFL im Februar 2015) und mehreren direkten Gesprächen mit der DFL, überschattet der jüngst bekannt gewordene Vorschlag einer Einführung von Montagsspielen in der 1. Bundesliga den Prozess.

    „Wir kämpfen seit Jahren gegen das Montagsspiel der 2. Liga. Anstatt dieses Spiel endlich abzuschaffen, lässt die DFL laut Presseberichten sogar die Einführung eines Montagsspiels in der 1. Liga beim Bundeskartellamt prüfen. Die Nachricht ist für die aktiven Fanszenen des Landes ein Schlag ins Gesicht“ sagt ProFans-Sprecher Jakob Falk.

    ProFans stellt fest, dass die Befürchtungen, die sich im Verlauf der Saison immer mehr verdeutlichten, schlussendlich wahr geworden sind. „So schwer der Plan einer weiteren Aufsplittung der Spieltage in der 1. Liga auch wiegt, sind wir über die neueste Entwicklung nicht überrascht. Eine derartige Reaktion der DFL auf die Forderungen einiger Vereine war absehbar“, sagt ProFans-Sprecherin Gabriele Mateika. Auswirkungen haben die geplanten Änderungen vor allem für Fans der Mannschaften, die im Europapokal spielen. Viele Fans, die ihre Mannschaften sogar bei Auswärtsspielen in Europa unterstützen, haben kaum die Möglichkeit noch zusätzliche Urlaubstage zu nehmen. „Neben der Belastung durch DFB-Pokalspiele unter der Woche und Englische Wochen, werden Fans durch die Einführung von zusätzlichen Montagsspielen dazu gezwungen, Spiele ihrer Mannschaft zu verpassen“, sagt ProFans-Sprecher Alex Schulz.

    Für viele Fans und Ultras ist die Unterstützung der eigenen Mannschaft bei allen Spielen ein entscheidendes Merkmal ihrer besonderen Fankultur. Für ProFans ist der Fokus auf die Spieltage am Wochenende (Samstag und Sonntag) daher besonders wichtig.

    An diesen beiden traditionellen Spieltagen können sowohl Heim- als auch Auswärtsfans im Normalfall ohne Urlaubstage die Spiele ihrer Mannschaften verfolgen. Die Forderung, nur die beiden Wochenendtage für den Spielbetrieb zu nutzen, betont ProFans regelmäßig in Gesprächen mit Vereins- und Ligafunktionären. In den Diskussionen werden neben den bekannten finanziellen Aspekten auch sportliche Argumente angeführt. International spielende Vereine bräuchten ausreichend Regenerationszeit, heißt es. Alex Schulz dazu: “Solche Argumente können nicht überzeugen. Gerade diese Mannschaften verfügen doch über einen ausreichend großen Kader, um die Mehrfachbelastung zu kompensieren.“ Gabriele Mateika fragt weiter: „Sollen Mannschaften, die im DFB-Pokal weiterkommen, die in einer Englischen Woche antreten müssen, die viele Nationalspieler oder Verletzte im Team haben, in Zukunft nur noch montags spielen? Vor allem in den unteren Ligen müssen viele Vereine mit sehr viel geringeren finanziellen Mitteln unter der Aufsplittung der Spieltage leiden. Wenn es um sportliche Fairness geht, sollten zusätzliche Spiele unter der Woche so selten wie möglich stattfinden. Ganz offensichtlich geht es aber vielmehr um etwas anderes: Eine weitere lukrative Einnahmequelle bei der Vermarktung der Bundesliga. “

    ProFans fordert die Vereine dringlich auf, auch öffentlich die Interessen ihrer Fans bei diesem Thema zu vertreten. „Natürlich steht nicht nur die DFL selbst am Pranger! Dass die Vereine öffentlich schweigen oder die Pläne sogar selbst forcieren, ist aus Fanperspektive ein Skandal. Hier wird deutlich, wie wenig die Belange der eigenen Fans gegenüber den wirtschaftlichen Interessen zählen“, sagt Jakob Falk.

    ProFans kündigt an, auch in der kommenden Saison beim Thema Anstoßzeiten weiter aktiv zu bleiben. „Wir geben jetzt natürlich nicht auf. Wir werden weiter für unsere Ziele streiten, denn eigentlich sind wir auf einem guten Weg. Die DFL antwortet inzwischen regelmäßig auf unsere monatlichen Anfragen und bemüht sich, zu erklären wie es zu den unterschiedlichen Ansetzungen kommt. Wir haben den Eindruck, dass Faninteressen bei der Spieltagsplanung durch unser unablässiges Einmischen wieder mehr in den Fokus gerückt sind“, sagt Jakob Falk und fügt hinzu: „Natürlich reicht uns das noch nicht!“

    Philipp Wernick, aus dem Organisationsteam des Negativpreises „SpielAnsetzungsMonster“ erläutert den Plan für die kommende Saison: „Nachdem wir in der vergangenen Saison monatlich einer besonders betroffenen Fanszene das SAM verliehen haben, werden wir die Perspektive auf die fanunfreundlichen Anstoßzeiten in dieser Saison etwas verändern. Wir werden die Dokumentation der fanunfreundlichen Anstoßzeiten auf jeden Fall fortsetzen und die Verbände unnachgiebig mit unseren konkreten Anfragen zu den einzelnen Ansetzungen konfrontieren. Das SAM soll zudem künftig einmal im Halbjahr verliehen werden. Wir wollen die Langzeitfolgen dieser Ansetzungen für Fans und Vereine verdeutlichen. Dabei wird es weiterhin auch ganz bewusst um die Spiele unterhalb der 1. und 2. Liga gehen. Die Zustände in den unteren Ligen sind zum Teil katastrophal. Es muss deutlich werden, dass Anstoßzeiten nicht nur ein Thema bei der DFL sind, sondern dass auch der DFB in dieser Sache zur Verantwortung gezogen werden muss.“

    ProFans weist noch einmal ausdrücklich auf die eigenen formulierten Verbesserungsvorschläge aus dem Offenen Brief an den Geschäftsführer der DFL vom 13. Februar 2015 hin. Sie finden den Brief unter: http://www.profans.de/category/allgemein

    ProFans im Juli 2015


  • Wirklich erschreckende Zahlen

    Kommentar der Fanhilfe Hertha B.S.C.

    Die in der vergangenen Woche bekannt gewordenen Zahlen der Datei „Sportgewalt Berlin“ haben, wie auch in der Vergangenheit, zu einem hörbaren Aufschrei in der Presselandschaft geführt. Denn wenn in dieser Datei die Personenanzahl steigt, muss es ja eigentlich auch mehr gewaltbereite Personen im Umfeld von Sportveranstaltungen geben. Dies ließe sich zumindest aus dem Namen der Datei ableiten: „Sportgewalt Berlin“, klingt martialisch – vielleicht ist das ja auch gerade so gewollt. Doch ist dies wirklich so und kann diese Datei einen konkreten Überblick über das Gewaltpotenzial rund um den Fußball in Berlin überhaupt liefern?

    Ein Blick auf den Personenkreis, welcher in diese Datei aufgenommen wird, lässt die Fragezeichen jedenfalls nicht kleiner werden: Dort finden sich nämlich u. a. neben Beschuldigten von Straftaten und Gefahrenverursachen auch Hinweisgeber, Zeugen und „Kontaktpersonen von potenziellen Straftätern“ wieder. Ebenso werden Leute in dieser Datei gespeichert, gegen die eine Personalienfeststellung angeordnet oder ein Platzverweis ausgesprochen wurde. Schon bemerkenswert, dass eine Person, die beim Urinieren in Stadionnähe erwischt wurde und ihre Personalien abgeben musste, nun in die Zielkategorie dieser Datei fällt. Einmal am falschen Ort Druck abgelassen und schon ist dafür gesorgt, dass die Zahl der Gewalttäter in die Höhe geht. Zumal alle in der Datei stehenden Personen in Kategorie B (gewaltbereit) oder Kategorie C (gewaltsuchend) eingeteilt sind.

    Um dies genauer zu überprüfen, bräuchte es eine Informationspflicht gegenüber den gespeicherten Personen, dass diese dort aus welchen Gründen auch immer gelistet sind. Doch dieses Anrecht existiert nicht. Und selbst das im Allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetz Berlins festgeschriebene Auskunftsrecht jeder Person wird derzeitig von den zuständigen Stellen nicht zuverlässig erfüllt. Zumindest kann nicht davon ausgegangen werden, wenn wie aktuell vorliegend eine Klage gegen das LKA auf Auskunft anhängig ist und interessierte Bürgerinnen und Bürger mit der Antwort vertröstet werden, dass man leider überlastet sei und die Anfrage zum jetzigen Zeitpunkt nicht bearbeitet werden kann.

    Seit 1998 existiert die Datensammlung und erst im April vergangenen Jahres wurde diese aufgrund von Nachfragen im Abgeordnetenhaus von Berlin öffentlich bekannt. Seitdem gibt es regelmäßige Anfragen über Struktur, Speicherung und Auskunftsersuchen. Sogar eine Innenausschussanhörung Anfang des Jahres beschäftigte sich hauptsächlich mit diesen Themen. Die jahrelang verschwiegene Existenz dieser Datei, der riesige und undifferenzierte zu speichernde Personenkreis und die Blockadehaltung des LKA bei beantragten Auskunftsersuchen erzeugen nicht nur noch größere Fragezeichen, sondern grundsätzlichere Fragen: Wofür braucht es eine Datei mit diesem Namen, wenn diese doch nichts wirklich Substanzielles aussagt? Welche Daten sind dort gespeichert, wenn es nicht innerhalb einer angemessenen Zeit möglich ist, diese an die anfragenden Personen weiterzuleiten? Und wie kann es sein, dass Datensätze zu rund 1450 Personen angelegt werden und niemand darüber in Kenntnis gesetzt werden muss?

    Das wirklich erschreckende an den öffentlich gewordenen Zahlen ist, dass diese ganz bewusst ein Gefühl der Angst schüren sollen, an Undifferenziertheit kaum zu übertreffen sind und weiterhin aus einer Datenbank stammen, in die tief greifende Einblicke nicht erwünscht und augenscheinlich nur mit juristischen Mitteln möglich sind. An dieser Situation muss sich zeitnah etwas ändern. Der Ball liegt im Feld der Politik.


  • 10. Remember Benny – Cup

    Hallo Herthaner, Freunde, Helferinnen und Helfer aus nah und fern!

    Es ist kaum zu glauben wie die Zeit vergeht, es ist bereits das zehnte mal, dass wir in Gedenken an Benny den „Remember Benny Cup“ durchführen.

    Kommt am Samstag, den 20. Juni 2015 zum 10. „Remember Benny Cup“ auf das Gelände von Hertha BSC und verbringt mit uns einen würdigen und schönen Tag, der natürlich auch auf den Fußballplätzen viel Freude bereiten soll. Das Turnier beginnt um 10 Uhr. Alle teilnehmenden Mannschaften bitten wir allerdings spätestens um 9 Uhr vor Ort zu sein. Achtung, die Teilnehmerliste ist bereits voll!

    Wie bei den vergangenen Turnieren wird es auch dieses Mal keinen Mangel an Speisen und Getränken geben. Also bringt ordentlich Hunger und Durst mit. Ebenfalls wird es wieder eine Tombola mit vielen kreativen Preisen für den guten Zweck geben. Alle Mehreinnahmen des Tages aus Verkauf, Spenden und den Startgeldern werden wir selbstverständlich auch in diesem Jahr an die „Deutsche Stiftung gegen Leukämie“ spenden. Der Zugang zum Turnier wird wieder über die Hanns-Braun-Straße sein (Eingang: U-Bahnhof Olympiastadion). Wir bitten Euch ausdrücklich darum, dass Zigaretten nur in den Sandeimern entsorgt werden und der Müll natürlich in den bereitstehenden Mülltonnen landet. Bitte beachtet auch, dass Tiere und Glasflaschen auf dem gesamten Gelände verboten sind.

    In diesem Jahr möchte uns zudem die „Deutsche Stiftung gegen Leukämie“ eine Typisierungsaktion ermöglichen. Wer also noch nicht typisiert ist, kann dies gerne vor Ort in der Zeit von 11-14 Uhr tun. Kommt vorbei und ermöglicht, dass weiteren Menschen möglicherweise das Leben gerettet werden kann. Informationen zur Stiftung und zur Typisierung erhaltet ihr unter www.gegen-leukaemie.de

    Nicht vergessen – weiter helfen – Leben retten!

    Harlekins Berlin ’98

     


  • Freispruch in Bielefeld: Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft enden in Sackgasse

    Nicht nur das vermeidbare Pokal-Aus von Hertha B.S.C. am 28.10.2014 gegen Arminia Bielefeld sorgte für reichlich Kopfschütteln unter den mitgereisten Anhängern des Hauptstadtclubs, sondern auch der im Anschluss an die Partie stattfindende Polizeieinsatz (Meldung Fanhilfe Hertha B.S.C. vom 30.10.14). Die Polizei rechtfertigte ihre völlig überzogenen Maßnahmen nach dem Spiel damit, dass „mehrere, zwischenzeitlich erkannte auswärtige Tatverdächtige des Abbrennens der Pyrotechnik im Gästefanbereich vorläufig festgenommen werden sollten“ (Antwort im Landtag von NRW, Drucksache 16/7568). Gegen einen dieser angeblichen Täter ist nun das Urteil ergangen: Es lautet Freispruch.

    Dazu erklärt die Fanhilfe Hertha B.S.C.: „Wir freuen uns sehr, dass die Gerechtigkeit gegen Willkür und Unwahrheiten gesiegt hat. Der aufgebaute Druck von Polizei und Politik hat zum Glück nicht dazu geführt, dass eine unschuldige Person verurteilt worden ist. Der lupenreine Freispruch mit bewiesener Unschuld ist eine schallende Ohrfeige für die zuständigen Ermittlungsbehörden in Bielefeld und Berlin.

    Dieses Verfahren war in seiner Gänze vollkommen überflüssig und wäre auch vermeidbar gewesen, hätte die Polizei nicht eine schuldige Person gebraucht, um ihren missratenen Einsatz nach dem Spiel zu rechtfertigen. Eine objektive Betrachtung der Tatvorwürfe und der vorliegenden Beweise fand ebenso wenig statt wie entlastende Ermittlungen. Erneut wurde somit die klamme Staatskasse mit Kosten belastet, die eindeutig nicht hätten entstehen müssen. Ein zweifelhafter Zeuge, dessen Aussagen vor dem Gericht keinen Bestand haben, reicht eben nicht aus, damit eine unschuldige Person ihren Kopf für die desolate Arbeit der Sicherheitsbehörden hinhalten muss. Dies sah am Ende auch die Staatsanwaltschaft so und beantragte ebenfalls den Freispruch.

    Jetzt ist der Verein Arminia Bielefeld am Zuge, das unberechtigt ausgesprochene Stadionverbot gegen diese nun freigesprochene Person unverzüglich aufzuheben. Wir fordern die Verantwortlichen in Bielefeld auf, diese Aufhebung mit demselben Arbeitseifer anzugehen, wie die vorschnelle und ohne Anhörung erfolgte Aussprache des Stadionverbots.“