Kategorie: Aktuell

  • 2. Heimspiel der Saison 2018/19

    Liebe FKO Mitglieder und Newsletter Abonnenten,

    Der Hymnen-Streit war ein Symptom. Meines Erachtens ein Symptom für falsches Marketing. Machen wir uns nichts vor: Die Profi-Mannschaft von Hertha BSC ist heute ein Produkt, und die Fußball-Sparte ein Unternehmen. Das kann man mögen oder nicht, aber es ist die Voraussetzung dafür, im Profi-Fußball noch aktiv zu sein. Der Punkt ist nur, und das scheinen manche nicht begriffen zu haben: Ein Teil des Produkts besteht aus Identifikation und einem Gemeinschaftsgefühl. Man kann sich stundenlang streiten, wie „ehrlich“ das unter diesen Bedingungen sein kann, aber wer als Verein nicht in der Lage ist, den Fans die Voraussetzungen für diese beiden Aspekte zu schaffen, muss schon einen sehr reichen Geldgeber haben, um auf Dauer weiter existieren zu können.

    Ja, der Fußball muss heute kommerziell sein, aber wenn er nur kommerziell ist oder wenn er die Grundlagen vergisst, auf denen er aufbaut, entzieht er sich selbst womöglich die Geschäftsgrundlage. Auch hier wieder: Ob Traditionspflege nun wirklich authentisch ist oder nicht, ist ein Streit um des Kaisers Bart. Aber die Tradition, von der jeder annimmt, dass sie da ist, und dazu gehören auch gewachsene Rituale der Fankultur, ist, um es mal im Marketing-Sprech zu sagen, ein „Asset“ jedes Vereins. So etwas gibt man nicht mal eben ohne Not auf. Man muss m.E. nicht jede Tradition heilig sprechen aber auf seine „Assets“ sollte man achten.

    Für wen und wozu gibt es denn „Einlaufmusik“? Ich will jetzt nicht zu pathetisch klingen, aber bei meinen Stadionbesuchen markierte „Nur nach Hause“ immer einen wichtigen Punkt, gerade weil die Fans das mitsingen und nicht nur mitwippen. Es ist der Punkt, an dem die Show vorüber ist. Es ist der Punkt, ab dem der Fußball losgeht. Es ist der Punkt, wo die große Einigkeit hergestellt wird zwischen Verein, Mannschaft und Fans. Man frage die Kirchen dieser Welt, welche Rolle der Gesang in den Gottesdiensten spielt, und ohne jetzt blasphemisch werden zu wollen, was ist ein Bundesliga-Spiel schon anderes als eine Art Gottesdienst, als eine Erzählung von Zweifel und Hoffnung, als die Selbstvergewisserung von Gemeinden, das gemeinsame Aufgehen in einem Großen und Ganzen, mit der Aussicht auf Erlösung?

    Das kann man nicht in einer PowerPoint-Präsentation entwerfen, das muss wachsen. Das heißt nicht, dass es keine Änderungen geben kann – auch „Nur nach Hause“ ist ja nicht von 1930, aber diese Änderungen müssen entweder vorsichtig erfolgen oder als eine Art Wunderheilung, als gelungene Innovation einem vorher latenten Bedürfnis endlich für alle überzeugende Genugtuung verschaffen.

    Die neuseeländische Mannschaft wird, weil es hipper ist, demnächst eine Madonna Performance präsentieren, statt den alten Haka. Und in Liverpool reißen sie das Stadion ab, wenn „You’ll never walk alone“ durch ein Spice Girl Medley abgelöst wird.

    Es gibt einfach paar Sachen, da lässt man die Finger von weg, vor allem, wenn man schon sonst nichts Traditionelles außer zwei 88 Jahre alte Meisterschaften, das Gründungsjahr und blauweiße Farben anbieten kann. „Nur nach Hause“ ist kein Hit, kein musikalisches Meisterwerk oder künstlerisch wertvoll. Nein. Es ist sogar teilweise schräg, eben wie unser Verein, aber vor allem hat es eine Geschichte. Eine Geschichte, eine Episode von unserem Verein, von der Hertha Jugend, dem großen Wunder, als erste Amateurmannschaft in das Pokalfinale zu ziehen und dem Wunsch, endlich wieder einen Titel für den Verein zu gewinnen.

    In einer Zeit wo die Profis sich nicht gerade mit Ruhm bekleckerten und 6.000 Zuschauer im Durchschnitt im nicht mehr geteilten Berlin Standard waren. Von diesem Lichtstrahl im Dunklen handelt dieses Lied, viele im Stadion wissen darum oder haben das Gefühl weiter getragen. Jedenfalls mit diesem Bewusstsein und verfestigt seit zig Jahren als Ritual, um die Mannschaft zu begrüßen und Beistand zu zollen, sollte dieses Ritual, diese Gemeinsamkeitsbekundung nie an zweite Stelle rücken…

    Danke allen, die dies verhindert haben!!

    (Quelle: Text übernommen von einem unbekannten User bei immerhartha.de, dessen Worte ich nicht besser hätte finden können-Danke-)

    Also Ostkurve – Auch heute – Für einen Heimsieg gegen MG – Volle Pulle – Für den Sieg

    HaHoHe und „Nur nach Hause geh`n wir nicht…“

    ### Sonderzug vom Förderkreis Ostkurve nach Dortmund – Vorverkauf am Fanstand beim Spiel gegen MG

    Zum Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund am 27.10.2018 wird der erste selbst organisierte Sonderzug der Ostkurve Hertha BSC rollen.

    Der Vorverkauf der Sonderzugkarten wird zum Heimspiel gegen Mönchengladbach beginnen.

    Zugkarten gibt es ausschließlich am Fanstand zu erwerben.

    Fahrpreis:
    Normalpreis 65,00 €
    FKO Mitglieder 60,00 €

    Die genauen Abfahrtszeiten stehen noch nicht fest. Sobald wir diese erhalten, werden wir diese umgehend veröffentlichen.

    Alle nach Dortmund!

    Ostkurve Hertha BSC

    ### Fanszenetreffen am 29.09.2018

    Am Samstag (29. September 2018) nach dem Heimspiel gegen den FC Bayern München,
    veranstaltet der Förderkreis Ostkurve Hertha BSC e.V. das nächste große Fanszenetreffen.

    Das Fanszenetreffen wird wieder im Coubertin Saal (Stadionterassen) am Südeingang
    des Olympiastadion veranstaltet. Der Beginn ist um 15 Uhr (Einlass ab 14 Uhr) und
    natürlich freuen wir uns über zahlreiches Erscheinen, interessante Fragen sowie offene
    Diskussionen rund um unsere Fanszene.

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    Kurzer Auszug aus dem aktuellen Newsletter zum nächsten Heimspiel.  Möchtest Du aktuelle Informationen zum FKO, Hertha BSC und der Fanszene per E-Mail erhalten, dann melde Dich HIER am Newsletter an.

  • Aufruf Infoveranstaltung und Fanszenetreffen

    Hallo Herthaner!

    Mit dem martialischen Spruch „Krieg dem DFB!“ begann vor über einem Jahr der bisher aufsehenerregendste Versuch der deutschen Fanszenen den Verbänden gegenüber ihren Unmut kundzutun und Veränderungen zu erreichen. Seitdem ist viel geschehen, aber wenig Zählbares für uns dabei herumgekommen. Zu häufig versuchten sich DFB und DFL durch Worthülsen und Versprechungen ihrer Verantwortung zu entziehen. Bereits im letzten Kurvenecho veröffentlichten wir dazu eine Stellungnahme der Fanszenen Deutschlands und nun wollen wir, wie schon vor einem Jahr, euch darüber informieren, wieso das alles so gekommen ist, was aus unserer Sicht gut und schlecht war und vor allem: Wie es weitergeht!

    Daher öffnet die Ostkurve am kommenden Samstag den 22.09.2018 zum Heimspiel gegen Mönchengladbach bereits um 11:30 Uhr ihre Pforten.
    Um 12 Uhr wird die Infoveranstaltung beginnen.

    Erscheint zahlreich und diskutiert mit!

    Ebenfalls in diesem Kontext möchten wir an das Fanszenetreffen erinnern, welches am Samstag den 29.09.2018 um 15 Uhr im Haus des Landessportbunds Berlin e.V. in der Jesse-Owens-Allee 2, 14053 Berlin stattfindet. Dort soll es um all die Themen gehen, die uns als Fanszene von Hertha BSC beschäftigen. Sei es das Thema Stadionneubau, das Verhältnis zwischen Verein und aktiver Fanszene oder die generelle Ausrichtung der Geschäftsführung, all das soll dort thematisiert werden.
    Falls ihr eigene Themen habt, teilt uns diese bitte im Vorfeld mit, damit wir einen groben Überblick haben.

    Also Herthaner, wir sehen uns am Samstag ab 11:30 Uhr in der Kurve! Nur gemeinsam können wir unsere Interessen vertreten, sei es gegenüber der Geschäftsführung von Hertha BSC oder dem DFB!

    Ha Ho He!

  • Kurzinformation zum 1. Spieltag

    Hallo Herthaner,

    die Sommerpause ist vorüber und jeder freut sich, dass es endlich wieder losgeht. Gemeinsam in eine neue Saison mit Höhen und Tiefen.
    In besagter Sommerpause hat sich unser Verein scheinbar an den Ideen aus der Fanszene orientiert und ist endlich wieder bereit an die Basis zu gehen, in die Kieze – zu uns Berlinern. Sei es durch geplante Kieztouren und ideell durch Bezirksshirts oder durch den exklusiven Trikotverkauf in ausgewählten Spätis unserer Stadt.

    Es schien als habe unser Verein, besser gesagt die Herren der Geschäftsführung, verstanden, dass Basisarbeit das Fundament darstellt.
    Leider währte dieses positive Gefühl nur kurz. Denn heute am frühen Abend wurden wir per Telefon darüber informiert, dass es einige, aus unserer Sicht massive, Änderungen in der Einsingphase geben wird. Kurz zur Erklärung: In Zeiten des konstruktiven Dialogs wurde sich mit der Geschäftsführung auf eine Einsingphase für die Kurve geeinigt, beginnend um 15:15 und abschließend mit dem Anpfiff. Diese sollte nur durch die Mannschaftsaufstellung und unserer traditionellen Einlaufhymne „Nur nach Hause“ von außen beeinflusst werden. Darüber hinaus ist auch das „Einhaken“ zur Tradition der Kurve, des Oberrings und den angrenzenden Blöcken auf Gegen- und Haupttribüne geworden.

    Diese Einsingphase hat uns der Verein nun genommen. In besagtem Telefonat wurde uns nun folgendes mitgeteilt:
    – die Einsingphase wird es in abgesprochener Form nicht mehr geben
    – das traditionelle „Nur nach Hause“ wird als Einlaufhymne durch ein Lied von Seeed abgelöst
    – für das „Einhaken“ (ohne Stadionbeschallung) wird im zukünftigen Ablauf kein Platz mehr sein

    Aus unserer Sicht ist das ein herber Einschnitt in das Stadionerlebnis aller Herthaner. Dieser kleine Freiraum, der uns noch geblieben ist, wurde uns jetzt genommen. Der Zeitpunkt der Bekanntmachung tut sein übriges dazu.
    Innerhalb weniger Tage wurde hier die unermüdliche Arbeit der aktiven Fans zunichte gemacht.

    Das können und dürfen wir als Herthaner nicht akzeptieren. Daher lasst uns gemeinsam dafür einstehen, dass wir uns diesen kleinen Freiraum nicht nehmen lassen und bei allen Heimspielen an UNSERER Einsingphase festhalten und die Herren der Geschäftsführung somit davon überzeugen, dass uns dieser Freiraum zurück gegeben werden muss.

    Harlekins Berlin ‘98