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ProFans verleiht Fans des FC Sankt Pauli den Negativpreis „SAM“
Das bundesweite Fan-Bündnis verleiht den Fans des FC Sankt Pauli für den Monat August den Negativpreis „SAM“.
Das „SpielAnsetzungsMonster“ wird einmal im Monat von ProFans als Negativpreis an die Fanszene vergeben,
die am meisten unter den fanunfreundlichen Anstoßzeiten leiden muss.Die Fans vom FC Sankt Pauli müssen am 2. Spieltag, an einem Freitagabend zum VFR Aalen (631 km) und am 4. Spieltag, am Montagabend zur SpVgg Fürth (600 km) reisen. Weiterhin fordert ProFans von der DFL öffentliche Erklärungen zu einer ganzen Reihe von fanunfreundlichen Spielansetzungen im August 2014.

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DFB 9-Punkte-Papier ist eine Kriegserklärung gegen alle Fußballfans
Das vom DFB vorgelegte 9-Punkte-Papier ist an Populismus und Realitätsferne kaum zu übertreffen. Kollektivstrafen sollen weiter zementiert und alle Fußballfans in Deutschland einer völlig überzogenen und falschen „Gerichtsbarkeit“ des DFB unterworfen werden.
Dazu erklärt die Fanhilfe Hertha B.S.C.: „Anstatt sich Gedanken darüber zu machen, wie man gemeinsam mit den bekannten Fanverbänden einen für alle Seiten konstruktiven Dialog auf Augenhöhe realisieren kann, verfasste man lieber erneut, ohne Not einen Plan, welcher die ohnehin schon bestehen Gräben zwischen Verband und Fans weiter vertieft.
Ein Papier, in dem der Einsatz von Pyrotechnik auf dieselbe Sanktionsstufe mit Rassismus, Gewalt und diskriminierende Äußerungen gehoben wird, ist die Tinte nicht wert. Völlig planlos werden Dinge miteinander vermengt, die inhaltlich rein gar nichts miteinander zu tun haben. Eine differenzierte Betrachtungsweise fehlt vollkommen. Der DFB macht es sich sehr einfach und wertet damit gleichzeitig rassistisches Verhalten in den Stadien zu einem Delikt wie jedes andere ab. Diese Gleichmacherei lehnen wir entschieden ab.
Ebenso darf die Rechtmäßigkeit der Umlage von Verbandsstrafen, wie im 9-Punkte-Papier gefordert, stark bezweifelt werden. Demnach müssten einzelne Personen die „Gerichtsbarkeit“ des DFB ausbaden. Denn diese bemisst die Strafe des Vereins anhand von zwei Kriterien: zum einen an dem Maß der Vorwerfbarkeit dem Verein gegenüber und zum anderen an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Vereins. Zwei Kriterien, die rein gar nichts mit dem einzelnen Fan und seiner Fähigkeit die Strafe zu tragen zu tun haben. Darüber hinaus wird die Rechtsstaatlichkeit unterlaufen, wenn dem Beschuldigten, wie vorliegend, nicht die Möglichkeit gegeben wird, sich zu den Anschuldigungen zu äußern bzw. die Strafe zu akzeptieren oder eben abzulehnen. Denn das übernimmt ja der Verein für ihn, welcher die Strafe akzeptiert und diese sich dann zurückholen können soll.
Kommen die Forderungen des 9-Punkte-Papiers zur Umsetzung, werden die Stadien zu vollständig überwachten Räumen ausgebaut. Denn die Formulierung „die Tataufklärung und Täterermittlung müssen immer möglich sein“, nimmt keine Rücksicht auf die Persönlichkeitsrechte von unbeteiligten Dritten. Gerade mit Blick auf die aktuellen Diskussionen zur ansatzlosen Massenüberwachung durch ausländische Nachrichtendienste zeigt sich, dass diesem Papier jeglicher Realitätsbezug fehlt.
Mit der Maßgabe, Zuschauerteilausschlüsse „in einen dynamischen Prozess Schritt für Schritt und in der Folge bis hin zu teilweisen oder vollständigen Zuschauerausschlüssen“ weiterzuentwickeln, begibt sich der DFB auf den Weg einer dauerhaften reduzierten Zuschauerzahl in den deutschen Fußballstadien. Mit solchen Verfahrensvorschlägen werden die undifferenzierten und völlig überzogenen Kollektivstrafen weiter zementiert und unbescholtene Fußballfans zu Opfern einer immer populistischer agierenden Selbstjustiz des Deutschen Fußballverbandes.“
Fanhilfe Hertha B.S.C.
Berlin, 28. Juli 2014
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ProFans – Pressemitteilung 24. Juli 2014
ProFans fordert die generelle Freigabe von Fanutensilien
Berlin, den 24. Juli 2014
ProFans fordert die generelle Freigabe von Fanutensilien für die Fans in allen Heim- und Gästekurven des Landes. In diesem Zusammenhang begrüßt ProFans, dass der DFB am gestrigen Tag endlich ein in der AG Fanbelange/Fanarbeit des DFB gemeinsam erarbeitetes Empfehlungsschreiben zur grundsätzlichen Freigabe von Fanutensilien an die Vereine verschickt hat.
ProFans-Sprecher Alex Schulz: „Das Schreiben ist ein wichtiges Zeichen für eine bunte Fankultur. Die Fan-Organisationen fordern gemeinsam mit dem DFB sowie Vertretern der Fanprojekte und Fanbeauftragten offiziell die Vereine auf, grundsätzlich auf Materialeinschränkungen zu verzichten. Nun sind die Vereine aber auch die politischen Entscheidungsträger gefragt, entsprechende Verordnungen im Sinne der Fans anzupassen.“
Das Ziel des Empfehlungsschreibens ist es, konkrete Mindestleitlinien zu schaffen, an denen sich die Vereine orientieren sollen. „Fußballfans, die fortwährend mit Verboten, teils sogar der eigenen Vereine, konfrontiert werden, sollen für den Dialog mit ihren Vereinen unterstützend eine offizielle Argumentationshilfe von Seiten der AG ‚Fanbelange/Fanarbeit‘ erhalten“, erläutert ProFans-Sprecher Jakob Falk. „Die Zeit der unsinnigen Stückzahl-Beschränkungen, peniblen Größenabmessungen und bürokratischen Voranmeldungen muss endlich vorbei sein. Es sollte das Normalste der Fußball-Welt sein, dass ein Fan, egal ob zuhause oder auswärts immer und überall seine Fahnen mit ins Stadion nehmen kann“, so Falk weiter.
Bei aller Freude äußert ProFans gleichzeitig auch Kritik am späten Zeitpunkt der Versendung. Bereits im April 2014 hatten sich alle Beteiligten darauf geeinigt, das Empfehlungsschreiben zeitnah gleichzeitig den Vereinen und dem Nationalen Ausschuss Sport und Sicherheit zukommen zu lassen. Im Zeitraum eines Jahres war das Schreiben vorher bereits vom „Fachbereich Fußballkultur“ und der Kommission „Prävention und Sicherheit“ des DFB bestätigt worden. Wenige Tage vor dem Start der dritten Liga konnten viele Vereine das Schreiben somit für die Saisonplanung und den Dialog mit ihren Fans im Vorfeld nicht nutzen. Wie zuletzt bekannt wurde, haben der SC Preußen Münster und der Wuppertaler SV neue Material-Einschränkungen gegen ihre Fans beschlossen.
„Das Thema Fanutensilien und ihre Freigabe sind ein sehr akutes Thema, wie die aktuelle Brisanz der Beispiele aus Münster und Wuppertal zeigen. Anstatt den im Sicherheitskonzept 2012 geforderten Dialog konstruktiv zu führen, werden pauschale und nicht nachvollziehbare Restriktionen sogar für Heimkurven erlassen.
Das ist eine neue Stufe der Repression gegenüber den aktiven Fans, die eventuell durch eine rechtzeitige Versendung des Empfehlungsschreibens vor dem Saisonstart der unteren Ligen hätte vermieden werden können“, sagt ProFans-Sprecherin Sandra Schwedler.Eineinhalb Jahre nach dem 12.12.2012 stellt ProFans fest, dass einige Vereine wieder in alte Verhaltensmuster gefallen sind, die vor allem restriktive Maßnahmen und oberflächlichen Dialog beinhalten. Aus Sicht von ProFans gibt es keine schlüssigen Argumente mit dem Verbot von Fanutensilien ganze Fanblöcke oder Kurven in Sippenhaft zu nehmen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Verbote nicht zielführend sind, sondern viel mehr kontraproduktiv wirken. Nicht umsonst wurde das sogenannte St-Pauli Modell gerade beim FC St. Pauli abgeschafft, da sich die aktiven Fans nicht erpressen lassen.
„Die Lösung kann und wird nicht in Verboten liegen, auch wenn manche Politiker und Sicherheitsbeauftragte in Law-and-Order immer noch ein Allheilmittel sehen“, fasst Sandra Schwedler zusammen.
ProFans fordert daher die Vereine auf, auf jegliche Einschränkungen bei Fanutensilien zu verzichten und erwartet von den Netzwerkpartnern der AG Fanbelange/Fanarbeit des DFB, dass sie Fußballfans – gemäß des veröffentlichten Schreibens – bei ihren Bemühungen um die Freigabe von Fanutensilien aktiv unterstützen.
Konkret fordert ProFans die Verantwortlichen in Münster und Wuppertal auf, die neuen Restriktionen zurücknehmen und den Dialog mit den lokalen Fankurven zu suchen.
ProFans, im Juli 2014
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ProFans – Pressemitteilung 18. Juli 2014
ProFans legt in der neuen Saison den Fokus auf fangerechte Anstoßzeiten
Berlin, den 18. Juli 2014
Während beim Großteil der Sportbegeisterten sich das WM-Fieber allmählich abkühlt, hat für viele Fans und Ultras der Vereine schon wieder der Alltag begonnen. Der Alltag beginnt für alle aktiven Fans dieses Landes mit dem Blick auf den Spielplan der neuen Saison. Bereits auf den ersten Blick erscheinen einige Ansetzungen, die vor allem bei den auswärtsfahrenden Fans für Kopfschütteln sorgen. Die Fans vom FC Sankt Pauli etwa müssen an einem Freitagabend (Anpfiff 18:30 Uhr) mehr als 600km bis nach Aalen fahren. Ähnlich ergeht es den Fans von Borussia Dortmund, die ebenfalls an einem Freitag (Anpfiff 20:30 Uhr) in Augsburg spielen. Von der 1. bis zur 3. Liga lassen sich diese Beispiele allein für die ersten Spieltage fortsetzen. Wieder einmal ist nicht ersichtlich, dass es für die DFL eine Notwendigkeit gegeben haben könnte, zu diesen fanunfreundlichen Terminierungen zu kommen.
Die ersten Terminierungen der Saison waren dabei gewiss nur ein Vorgeschmack auf das, was in dieser Saison vermutlich erneut folgen wird. Besonders auf die Fans der 2. Liga werden erneut Anstoßzeiten warten, die eine Anreise für viele Anhänger unmöglich macht.
Das Bündnis ProFans gründete sich in der Saison 2000/01 unter dem Namen „Pro 15:30“. Es kam damals erstmals in der Geschichte der Fan- und Ultrakultur in Deutschland zu einem großen, überregionalen Protest. Thematisiert wurde ursprünglich die Zerstückelung des Spieltages auf vier Tage mit jeweils einer Anstoß-Zeit (Fr-Sa-So-Mo). Es wurden Vertreter der Initiative zur DFL geladen, Versprechungen gemacht und Erwartungen geweckt, die nicht eingehalten wurden. Seit über 13 Jahren finden regelmäßig Gespräche mit Verbandsvertretern statt, die Protestbanner in den Stadien sind oft besonders bei Montagsspielen der 2. Liga vielen Fernsehzuschauern bekannt. Nachdem die DFL unter anderem beim Fankongress 2012 professionelle Erklärungen zu den Hintergründen der Terminierung abgegeben hat, scheint sich in der Fanszene inzwischen etwas Resignation breit gemacht zu haben.
ProFans will dieser Entwicklung in der kommenden Saison 2014/2015 entschieden entgegenwirken. „Wir treten auf der Stelle. Die Verbände haben uns Verständnis beim Thema Anstoßzeiten entgegengebracht“, sagt ProFans-Sprecherin Sandra Schwedler und führt aus: „Verändert hat sich die Situation für uns Fans allerdings nur zum Negativen. Die Spieltagszerstückelung ist inzwischen so weit vorangeschritten, dass in der 1. und 2. Liga an vier verschiedenen Tagen zu 12 (!) verschiedenen Zeiten angepfiffen wird.“
ProFans fordert die DFL und alle Beteiligten – die für die Terminierung verantwortlich sind – auf, die Spieltagszerstückelung schrittweise wieder rückgängig zu machen.ProFans-Sprecher Jakob Falk: „Uns ist klar, dass wir das Rad der Geschichte nicht zurückdrehen können und eine reine Fokussierung auf den Samstag um 15:30 Uhr als einzigen Spieltag utopisch ist. Realistisch erscheint uns allerdings, dass es nur eine Anstoßzeit an einem Tag gibt und vor allem die seit Jahren angesprochene 300km-Regel umgesetzt werden kann.“ Die sogenannte „300km-Regel“ fordert, dass nur zwei Vereine am Freitag, Sonntag oder Montag gegeneinander spielen sollen, deren Spielorte nicht mehr als 300km auseinander liegen. ProFans kritisiert grundsätzlich die „Englischen Wochen“ mit Spielansetzungen von Dienstag bis Donnerstag, sowie die unerträglichen „Montagsspiele“ der 2. Liga und fordert insbesondere für diese speziellen Termine die Einhaltung der 300km-Regel.
ProFans fordert die DFL auf, Fan-Interessen endlich höher oder mindestens gleichwertig zu den Interessen der medialen Vermarktung, der Vereine und weiteren beteiligten Mitsprechern zu behandeln. „Wir erwarten für die kommende Spielzeit ehrliche Erklärungen für nicht nachvollziehbare fanunfreundliche Anstoßzeiten und einen zielgerichteten Dialog mit der DFL“, betont ProFans-Sprecher Alex Schulz.
Das Bündnis ProFans wird in der kommenden Saison 2014/2015 mit speziellem Fokus auf die Spielansetzungen vor und hinter den Kulissen tätig werden. Alle Fußballfans sind dazu aufgerufen, sich unseren Aktionen anzuschließen.
Wir lassen uns unser Spiel nicht nehmen!
ProFans, im Juli 2014
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9. Remember-Benny-Cup
Hallo Herthaner, Freunde, Helferinnen und Helfer!
Mehr als 9 Jahre ist es inzwischen her, dass wir gemeinsam mit Bennys Familie, Freunden und unzähligen freiwilligen Helferinnen und Helfern, vor allem aus der Hertha- aber auch aus vielen anderen Fanszenen des Landes, um das Leben von unserem Gruppenmitglied Benny kämpften. In Gedenken an Benny und an die unzähligen Hilfsaktionen laden wir auch in diesem Jahr wieder zum „Remember-Benny-Cup“ ein.
Der „9. Remember-Benny-Cup“ findet am Samstag, den 28. Juni, auf dem Trainingsgelände von Hertha BSC statt. Kommt vorbei verbringt mit uns einen würdigen Tag, der natürlich auch gerade auf den Fußballplätzen viel Freude bereiten soll. Das Turnier beginnt um 10.00 Uhr und findet auf dem „August-Bier-Platz“ statt. Alle teilnehmenden Mannschaften bitten wir um 9.00 Uhr vor Ort zu sein. Die Anmeldeliste für die 28 Mannschaften ist bereits voll.
Wie bereits in den Vorjahren wird es auch diesmal genügend Speisen und Getränke geben. Ebenfalls wird es wieder die gewohnte Tombola mit vielen tollen Preisen für den guten Zweck geben. Alle Mehreinnahmen des Tages aus Verkauf, Spenden und den Startgeldern werden wir selbstverständlich auch in diesem Jahr an die „Deutsche Stiftung gegen Leukämie“ (ehemals AKBB-Verein) spenden.
Um ein paar Dinge wollen wir Euch vorab noch bitten: Alle Teilnehmer und Zuschauer mögen bitte den Zugang über die Hanns-Braun-Straße nutzen. Zudem bitten wir alle Raucher die dafür gekennzeichneten Bereiche und die zur Entsorgung vorgesehenen Sandeimer zu nutzen. Das Rauchen im Spielfeldbereich ist nicht gestattet. Bitte entsorgt alle Abfälle in die extra aufgestellten Mülltonnen. Ebenso ist das Mitbringen von Tieren und Glasflaschen verboten.
Also dann, lasst uns gemeinsam einen schönen Tag verbringen, um an Benny und die zahlreichen Aktionen zu erinnern. Wir sehen uns am 28. Juni 2014.
Nicht vergessen – weiter helfen – Leben retten!

