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Hans „JUSTAV“ Eder – zum 80. Geburtstag
Einer der wenigen populären Männer des Berliner Fußballs feiert am Freitag, den 14.11 seinen achtzigsten Geburtstag – Hans „Justav“ Eder (* 14. November 1934).
Sein Spitzname „Justav“ leitete sich von Gustav Eder, einem vor dem Kriege sehr bekannten deutschen Boxers ab. Bei Union Oberschöneweide begann Eder seine fußballerische Karriere im Alter von 13 Jahren. Nachdem die Union- Mannschaft von Ost nach West ging, war auch Eder dabei und bestritt mit 19 Jahren die ersten Spiele für die 1. Männermannschaft des neugegründeten Vereins SC Union 06. Im Jahre 1956 wechselte er zu Tennis Borussia und wurde hier 1958 erstmals Berliner Meister (In der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft gab es aber drei Niederlagen gegen Schlacke, den KSC und Braunschweig). Noch vor der Einführung der Bundesliga wechselte Eder zur aufstrebenden Hertha (1962) für die damals außergewöhnlich hohe Summe von 80.000 DM. Im ersten Jahr bei Hertha brachte er es, als eisenharter Abwehrspieler bekannt, bereits auf 23 Spiele und half so mit, dass sich unsere Hertha als Berliner Meister 1963 für die neugeschaffene Bundesliga qualifizierte.
Bereits im ersten Bundesligajahr war er Stammspieler und kam zu 26 Einsätzen. Im zweiten Jahr in der 1. Liga spielte er alle 30 Spiele und konnte zwar den Abstieg sportlich mit verhindern, musste aber auf der folgenden Lateinamerika – Tournee die Kunde vom Zwangsabstieg hinnehmen. „Justav“ blieb seiner Hertha auch in der zweiten „Liga“ (Regionalliga Berlin) treu und absolvierte in den drei Jahren bis zum Aufstieg 1968 insgesamt 51 Meisterschaftsspiele und 16 Spiele in der Bundesliga-Aufstiegsrunde. Nach dem Aufstieg beendete er seine Karriere als aktiver Fußballer und wurde unter Trainer Fiffi Kronsbein Co – Trainer der Hertha. Einen Mann, der auch in diversen Notsituationen einsprang, dreimal übernahm er das Traineramt nach Trennungen von Kronsbein, Klötzer und Sundermann, hatte die Hertha nur sehr selten in ihrer Geschichte.
In der dem Bundesligaskandal folgenden Saison 1971/72, als Hertha zum Ende der Saison die Spieler wegen der Sperren ausgingen, zog er nochmal die Stiefel an und half im letzten Heimspiel mit 37 Jahren seinem Verein ein bisschen aus der Patsche. Bis zum Sommer 1991 blieb er bei der Hertha und war damit insgesamt NEUNUNDZWANZIG Jahre für seinen Verein als Spieler und Trainer aktiv. Menschen wie „Justav“ Eder könnte die Hertha-Mannschaft heute gut gebrauchen – wenn es nötig war, schlug er schon mal mit der Faust auf den Tisch und trieb seine Mitspieler an.
Der Förderkreis Ostkurve wünscht „Justav“ Eder alles Gute zu seinem Ehrentag und noch viele schöne Jahre im Kreis seiner Familie im beschaulichen Schmargendorf.HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH
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Bielefeld: Fehlverhalten der Polizei führt zu exzessiven Gewalteinsatz
Der Polizeieinsatz nach dem Pokalspiel zwischen Arminia Bielefeld und Hertha B.S.C. war an Unverhältnismäßigkeit kaum zu übertreffen. Die Polizei setzte mit ihrem Vorgehen bewusst auf eine Eskalation der Situation und nahm Verletzungen unschuldiger Personen billigend in Kauf.
Dazu erklärt die Fanhilfe Hertha B.S.C.: „Viele Herthaner dachten wohl, dass das Aus im Elfmeterschießen in Bielefeld der negative Höhepunkt eines enttäuschenden Pokalabends gewesen sei. Dabei ahnten sie noch nicht, was nach dem Spiel folgen sollte. Offenbar hatte die Polizei in Bielefeld vor, noch vor Ort Personalien-Feststellungen von mutmaßlichen Pyro-Zündern durchzuführen. Durch das rabiate Vorgehen gegen die friedlich abziehenden Fans entstanden tumultartige Szenen, die eskalierten, als die Polizei ein Zugangstor zum Vorbereich des Stadions gewaltsam schloss, um etwa 200 Herthafans am Verlassen des Geländes zu hindern. Durch den heftigen Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray wurden mehrere Herthaner verletzt. Einen 15jähringen Jungen erwischte es dabei besonders schwer: Mehrere Beamte streckten diesen brutal zu Boden, drückten ihn minutenlang auf die Erde und sorgten somit für nicht unerhebliche Verletzungen bei dieser minderjährigen Person.
Wir sind uns darüber im Klaren, dass auch die Anhänger von Hertha B.S.C. in der Vergangenheit nicht immer frei von Fehlern waren. Aus diesem Grund sehen wir auch nicht die Notwendigkeit, uns bei jedem Vorfall zu Wort zu melden. Doch übertrifft das in Bielefeld erlebte einmal mehr unsere Vorstellungskraft und lässt uns fassungslos zurück! Die Fanhilfe Hertha B.S.C. verurteilt daher diese überzogene Vorgehensweise der Polizei auf das Schärfste.
Die Begründung, dass einzelne Personalien aufgenommen werden sollten, steht in keinem Verhältnis zu diesem gezielt gewalttätigen Einsatz. Es ist unverständlich, warum, die Polizei in Bielefeld nicht zuerst den Kontakt zur Fanbetreuung von Hertha B.S.C. oder dem Fanprojekt Berlin gesucht hat, um eine konstruktive und allen voran friedliche Lösung für die Personalien-Frage zu finden. Zu solchen Gesprächen kam es erst, als es schon zu spät war.
Ebenso lehnen wir die Sippenhaft gegenüber einer größeren heterogenen Menge von Herthanern ab. Völlig unbeteiligte Herthafans wurden über eine Stunde lang in dem durch Zäunen sowie mehrere Reihen behelmter Polizisten abgeschirmten Raum festgehalten. Die Situation grenzte an Freiheitsberaubung. Ein Verlassen des Bereichs war nicht möglich. Das Zugangstor war zeitwillig sogar mit Kabelbindern verschlossen. Um gesuchte Personen feststellen zu können, bedrohte die Polizei die Fans, die in diesem „Käfig“ eingeschlossen waren. Sollten sich die gesuchten Fans nicht freiwillig melden, würde die Polizei mit Gewalt eingreifen.
Darüber hinaus wurde ausnahmslos allen Personen, die sich in diesem Bereich befanden mit einer Personalienfeststellung sowie einer Anzeige wegen Landfriedensbruch gedroht. Dabei stellt sich natürlich die Frage: Woher soll ein Fan wissen, dass er gesucht wird? Auf die Erpressungsversuche reagierten die Fans mit Solidarität untereinander, in dem sie dicht beieinanderstanden und bemerkenswerte Ruhe ausstrahlten. Die Dialogbereitschaft der Fans und der Fanbetreuung war in dieser Situation eindeutig vorhanden. Die Polizei ließ diese deutlich vermissen und verschärfte im Minutentakt ihre Drohungen. Die in diesem beängstigenden Zustand getätigten Äußerungen einzelner Polizisten deuten auf eine gezielte Eskalationsstrategie der Einsatzkräfte hin. Anders sind Aussagen wie: „Wer hat Lust auf einen Einzelkampf?“ nicht zu verstehen. Dem besonnenen Verhalten der Fans ist es schließlich zu verdanken, dass die Aktion nach knapp anderthalb Stunden beendet wurde.
Kritik ist in diesem Zusammenhang auch an die anwesenden „szenekundigen“ Beamten aus Berlin zu richten. Diese hielten sich weitestgehend aus dem dringlich notwendigen Vermittlungsprozess heraus und hatten offenbar kein Interesse an einer konstruktiven, deeskalierenden Lösung des Konfliktes. Es stellt sich daher zum wiederholten Mal die Frage, welche Aufgabe diese Personen bei Auswärtsspielen überhaupt wahrnehmen? Für das Spiel in Bielefeld bleibt offenkundig festzuhalten, dass die Reisekosten der Beamten in keinem positiven Verhältnis zu ihrem Arbeitsaufwand vor Ort stehen.
Allen Herthafans, die an diesen Abend durch die massive Polizeigewalt verletzt wurden, wünschen wir gute Besserung. Wir sind bereits mit den Betroffenen im Gespräch, um nun rechtliche Schritte gegen das Fehlverhalten seitens der Polizei einzuleiten.“
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Pokal-Sonderzug Bielefeld – Catering
In dem Sonderzug nach Bielefeld hat der Förderkreis Ostkurve e.V. wieder ein Catering organisiert, zu fanfreundlichen Preisen (Essen 1,50€, Trinken 1€) könnt ihr dort:
- Bier,
- Cider (Erdbeere, Waldbeere)
- Softdrinks (Cola, Fanta, Sprite, Wasser),
- belegte Brötchen (Boulette, Chicken Nuggets) erwerben.
Damit die Becher und Dosen wieder zum Verkauf zurückgebracht werden erheben wir ein Pfand von 50ct, denn der Zug soll soweit wie möglich sauber bleiben!
Wer noch ein Ticket für das Spiel in Paderborn benötigt, wir haben die Restkarten dabei (voll 15€ / erm. 13€). Fragt im Verkaufswagen nach Chris vom FKO Vorstand.
Allen eine angenehme Fahrt, eine Runde weiter, nicht beschädigter Zug!!!
