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ProFans verurteilt Repressalien gegen Gästefans
Berlin, 20. September 2015
Mit Verärgerung reagiert ProFans auf Maßnahmen, die Gästefans
ausschließen, wie bei der Begegnung des VfL Osnabrück gegen Preußen
Münster, oder wie am letzten Wochenende zum Spiel des 1. FC Köln gegen
Borussia Mönchengladbach nur unter repressiven Auflagen zulassen. Da
seitens des DFB bereits angekündigt wurde, ähnliche Maßnahmen auch in den
Rückspielen anzuwenden, fordert ProFans als Bündnis aktiver Fans und
Fangruppen nicht nur die Aufhebung der für die Rückspiele geplanten
Einschränkungen, sondern generell die Abschaffung derartiger Praktiken.Zwar unterscheiden sich beide Strafen auf den ersten Blick in ihrer
Umsetzung, das Ziel, nämlich unbequeme Fans nicht im Stadion und dessen
Nähe zu haben, ist allerdings beiden gemein. Bereits im Februar warnten wir
davor, Populismus walten zu lassen, doch ist im Nachgang genau das
geschehen: Statt sich ernsthaft mit der Thematik auseinanderzusetzen,
werden erneut Kollektivstrafen gegen die komplette Anhängerschaft der
jeweiligen Vereine ausgesprochen. Seit längerer Zeit fordern wir eine
Abkehr von dieser Praxis und betonen angesichts der aktuellen Maßnahmen:
„In der politischen Kultur Deutschlands sind Kollektivstrafen aus guten
Gründen seit Jahrzehnten geächtet. Nur der DFB hält sie nach wie vor für
opportun, wie erschreckenderweise auch einige Innenpolitiker. Dabei werden
sie von den Betroffenen immer als ungerecht empfunden und sind in keinerlei
Hinsicht zielführend. In fast allen derartigen Fällen sollen Verfehlungen
einer relativ kleinen Zahl von Fans geahndet werden. Die weitaus
überwiegende Mehrheit hat sich nichts zu Schulden kommen lassen, verhält
sich auch sonst korrekt und stellt dank ihres besonnenen
Handelns einen wichtigen Sicherheitsfaktor dar. Genau diese Fans aber sind
es, die durch Kollektivstrafen getroffen werden, und zwar nicht nur in
Einzelfällen, sondern überwiegend“, so ProFans-Sprecher Sig Zelt.
„Natürlich suchen Fußballfans dann Wege, derartige Verbote zu umgehen, was
auch teilweise gelingt, wie sich etwa beim Spiel der Eintracht Braunschweig
gegen Hannover 96 gezeigt hat. Der Sinn solcher Maßnahmen wird damit
zusätzlich konterkariert.“Insbesondere bei Derbys spielen Gästefans eine besondere Rolle, die
aufgrund der Strafen sicht- und hörbar fehlen wird. „Derbys sind seit jeher
die interessantesten Spiele einer Saison, sogar über die Grenzen der
beteiligten Fan-Lager hinaus. Vor allem aufgrund der besonderen Stimmung
innerhalb der Stadien sind solche Begegnungen Aushängeschilder der
jeweiligen Ligen. Die Choreografien und die aufgeheizte Stimmung verleihen
diesen Spielen den besonderen Rahmen und machen sie für alle Beteiligten zu
etwas Besonderem. Mit dem Ausschluss beraubt man sich einmal mehr seiner
Stärken im internationalen Vergleich und vergibt eine weitere Chance, den
Umgang mit Fans zu verbessern“, so ProFans-Sprecher Jonas Negenborn.Weiterhin stimmt das Zustandekommen der jeweiligen Maßnahmen und die
Rolle, die Politik und Polizei dabei spielen, bedenklich. ProFans fragt
sich, ob es förderlich für die zukünftige Entwicklung des Fußballs und der
Ligen innerhalb Deutschlands sein kann, wenn Politiker und Polizei, die bei
derartigen Themen meist populistisch und hysterisch reagieren, eine derart
große Rolle innerhalb der Maßnahmenfindung des DFB spielen. Der DFB täte
gut daran, derartige Parteien bei seiner Entscheidungsfindung
auszuschließen und stattdessen in den entsprechenden Fällen sachlich und
neutral zu urteilen.ProFans im September 2015
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Ostkurve Hertha BSC sagt „Nein“ zur Bild-Kampagne
Wir fordern den Verein HERTHA BSC hiermit auf, der für den kommenden Spieltag angesetzten Aktion „Wir helfen“, welche von der einschlägig bekannten Zeitung mit den vier Buchstaben initiiert wurde, eine deutliche Absage zu erteilen. Unabhängig, wie man zur aktuellen Flüchtlingsthematik steht, darf sich der Verein durch solch eine heuchlerische Aktion nicht vor den Karren dieser Zeitung spannen lassen. Es ist überflüssig zu erwähnen, wie weltfremd diese Initiative erscheint, wo es doch genau jene Zeitung ist und war, die keine Gelegenheit auslässt, um Ausländer, Flüchtlinge, Randgruppen und Andersdenkende in die Ecke zu treiben und zu diffamieren. Den besten Beweis hierfür lieferte Chefredakteur Diekmann, der in diesem Zusammenhang sogar den FC St.Pauli an den Pranger und gleichermaßen seine Weltoffenheit in Abrede stellte, weil dieser sich aus gutem Grund an der Aktion nicht beteiligen wird. Der Verein selbst wurde immer wieder durch Halbwahrheiten dieser Zeitung in ein schlechtes Licht gerückt, sodass es noch absurder erscheint, dieser Zeitung auch noch Platz auf dem Trikot zu gewähren. Die Aktion ist nichts anderes als eine billige Marketingkampagne, die verpackt wird unter dem Deckmantel der Solidarität mit Flüchtlingen. Es ist erschreckend, wie geräuschlos und unbürokratisch diese Aktion auf den Weg gebracht wurde, ohne dabei abzuwägen, welchen Anteil an der fortwährend explosiven Debatte diese Zeitung durch seine Berichterstattung hat. Wir mahnen den Verein also an, dieser Kampagne keinen Platz zu gewähren, da sie schlicht und ergreifend von den Falschen ausgeht. Wer seine Glaubwürdigkeit nicht verlieren will, darf jenen, die der Glaubwürdigkeit seit jeher abgeschworen haben, nicht auch noch Raum für ihre Werbung geben. Wir wollen auf unserem Trikot keine Werbung von diesem Hetzblatt!
Ostkurve Hertha BSC
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Ostkurven-Spieltag gegen Stuttgart
Liebe Herthaner,
seit der Saison 2002/2003 existiert unsere Kurve in der heutigen Form. Die Blöcke Q bis T und die Blöcke 37/38 des Oberrings sind seit dem die Heimat aller Herthafans, die unseren Verein lautstark, bunt und ideenreich anfeuern wollen.
Unsere Kurve ist ein Spiegelbild der Gesellschaft, hier treffen in regelmäßigen Abständen die verschiedenen Charaktere und Menschen aufeinander. Lasst uns nicht jeder seine eigene Suppe kochen, lasst uns gemeinsam an einem Strang ziehen und für das Ziel, unsere Hertha zu unterstützen, noch näher zusammenrücken.
Wir alle, egal wie wir uns selber definieren, wir sind die Ostkurve!Kommt zum Fanstand vor der Ostkurve und werdet ein Teil des Ganzen, auch nach dem Spiel.
Ostkurve Hertha BSC

