Aktuelles

  • Ruhe in Frieden Didi – 05.09.1960 – 11.10.2022

    Die Fans von Hertha BSC mussten am Dienstag Abschied von einem ganz großen Fan der Hertha nehmen. Didi verstarb nach einem Arbeitsunfall bei seiner BVG in einem Friedrichshainer Krankenhaus. Ein Leben für die Hertha nahm so tragisch, plötzlich und frühzeitig sein Ende.

    Wir wollen hier ein wenig auf sein Hertha Leben zurückblicken, in dem wir an so manches erinnern. All die Anekdoten, die er und seine Freunde mit ihm erlebt haben, würden diesen Rahmen jedoch sprengen, so dass wir es mit ein paar Erinnerungsfetzen belassen wollen. Didi ging wie wir alle, zunächst mit seinem Vater zur Hertha. Das soll, seiner Erinnerung nach ab 1969 der Fall gewesen sein. Doch schon bald ging er alleine seiner Wege und besuchte die Spiele der Hertha mit seinen Kumpels. Bereits im Jugendalter 15/16 reiste er mit den „Fröschen“ der Hertha hinterher. Meist zunächst mit dem Zug.

    Das hieß damals Freitagabend ab Bahnhof Zoo, um durch die Nacht die Ziele in Westdeutschland, wie der Berliner sagte, zu erreichen. Hier gab es zur Ankunft meistens Begrüßungskomandos der Heimfans. In der ersten Reihe stand Didi nie. Eher fiel er als Schlichter auf, was ihm aber auch mal ein dickes Auge kostete. So saßen die Herthaner bei Holst am Zoo, als die „Neusser“ eine bekannte Gladbacher Gruppe erschien. Didis Einsatz für einen friedvollen Abend endete mit einem Cowboystiefel im Gesicht und einem dicken Auge. Das machte ihn am nächsten Tage vorsichtig, denn er erschien zu einem Spiel der Amateur-Oberliga, in der wie damals herumdümpelten, beim Spandauer BC mit einem Holzschläger, was angesichts des Seniorenpublikums auf der Heimseite für Verwunderung sorgte. Die Gnade der frühen Geburt ermöglichte Didi alle schönen Jahre der 70er bei Hertha zu erleben. Natürlich war er auch bei den Pokalendspielen 1977 und 1979 vor Ort. Auch die seinerzeitige Hertha-Bayern Freundschaft lebte er und durfte wie auch andere Hertha-Fans in das Clubhaus der Südkurve73. Hier trank er so manches Helles mit dem Schwabinger, einer Münchener Faninstitution.

    Auch zu Fans von RWE hielt er Kontakt, den Crazy Boys Essen, dass half vor allem auch bei Spielen gegen Schlacke (-; . Mit denen war er einmal in Rotterdam zu einem Länderspiel (D-NL). Hier hatte er sich, wie so oft um die Karten gekümmert und verteilte diese gerade an seine Gruppe, als die Polizei über ihn herfiel und ihn wegen Schwarzhandel festnahm. Er saß bis Spielende im Gewahrsam und verpasste das Spiel. Wie er bei seinen Kumpels geachtet war, bewies die Tatsache, dass diese weil er nicht dabeisein konnte auch auf das Spiel verzichteten und an den Neunern warteten, bis er wieder um 01:00 Uhr nachts frei war.
    Diesen Stand erwarb er sich, weil er immer seinen Kumpels half und diese auch mal mit einem Geldschein unterstützte. Diese Hilfe führte jedoch auch schon mal zu kuriosen Ergebnissen. Einmal, er war bei der BVG als Schweißer, sollte er bei seinem Kumpel am Käfer was schweißen. Das Ergebnis war, dass der Kofferraum nicht mehr aufging. Ein Augenzwinkern und ein Bier für den Kumpel und alles war o.K.
    Mit dem Geld hatte er bei Auswärtsfahrten den Tick dieses in den Socken zu verstecken. Einmal war er mit seinen Kumpels zu einem Hertha Freundschaftsspiel in einem fränkischen Dorf unterwegs, als es einen Bach zu überqueren galt. Alle kamen verletzungsfrei rüber, nur Didi stolperte und versank halb im Bach. Folge war, dass die Geldscheine im Bach schwammen und alle mußten diese einsammeln. Die Dörfler fanden die Geschichte so lustig, dass es zum Spiel für die wenigen Berliner ordentlich Freibier gab.
    Bei Hertha war er seit über 40 Jahren Mitglied und auch beim HFC und FCB war er seit den Anfangsjahren dabei. Zuletzt war er auch beim Berliner Sorgenkind Mitglied und nutzte ab und zu die Gelegenheit mit dem Bus auswärts zu reisen. Ansonsten war er alleine mit einem Kumpel auswärts unterwegs. Meist mit dem Auto des Kumpels. Einen Führerschein wollte er nie machen, nachdem er in früher Jugend mit dem Mofa einen Unfall hatte. Anfang der 80er war er auch mal mit den Jungs von Z.B. unterwegs, wo man ihn Baby nannte. Warum das so war, das weiß heute keiner mehr.
    Die langen Haare der Siebziger, die immer an den Seiten abstanden, hatte er gegen ein schöne Glatze eingetauscht. Ansonsten lief er immer mit einer Jogginghose und einer Pudelmütze durch die Gegend. Die letzten Jahre stand er von den Heimspielen immer am Wohnwagen von Detlef in der Olympischen und trank sein Heimspiel-Bierchen. Hier bestach er mit seinem Detailwissen über alle Hertha Spiele der vergangenen Jahrzehnte. Wenn er Ergebnis, Zuschauerzahl und Torschützen aufgesagt hatte, hieß es immer von den Anderen: „Und Didi – Jetzt mußt Du nur noch das Wetter von dem Tag sagen“.
    Auswärts hatte aber auch die Arbeit seinen Vorrang. Wenn am Samstag 18.30 Uhr ein Spiel war, fuhr er nicht hin, weil er am Sonntagabend in die Nachtschicht ging. Da hatte er so seine Prinzipien. Er brauchte neben der Arbeit und Hertha nicht viel. Bier, Kaffee und Bild „lästerten“ manchmal die Kumpels. Nun werden sie Samstags ohne ihn am Wohnwagen stehen….

    Wir nehmen Abschied von einem besonderen Hertha Fan und rufen ihm ein lautes HAHOHE hinterher.


  • „Hertha wärmt!“ – 2022

    Hallo Herthaner,

    in den letzten Wochen und Tagen erreichten uns über verschiedene Wege bereits viele Anfragen bezüglich „Hertha wärmt!“. Zum heutigen Heimspiel gegen den SC Freiburg können wir nun endlich einen Termin und weitere Informationen zum Ablauf bekannt geben.

    In Absprache mit der Berliner Stadtmission und Hertha BSC werden wir unsere Sammelaktion vor dem Heimspiel gegen den FC Bayern München durchführen. Dass gerade Wohnungslose in der kalten Jahreszeit besonders hilfebedürftig sind, müssen wir euch sicherlich nicht erklären. Dies hat uns eure tatkräftige Unterstützung in den vergangen 10 Jahren bereits gezeigt. Herthaner sein bedeutet auch solidarisch zu sein. Dank euch ist es gelungen, die Aktion „Hertha wärmt!“ jedes Jahr ein wenig größer werden zu lassen. Mit dem Effekt, dass wir die Lager der Stadtmission immer wieder ordentlich auffüllen konnten.

    Ihr findet uns am Samstag, den 05.11.2022, ab 12:00 Uhr auf dem Olympischen Platz, direkt vor dem Osttor. Dort werden wir wieder mit zwei LKW der Berliner Stadtmission bereitstehen und eure Kleider-/Sachspenden in Empfang nehmen. Mitarbeiter/innen der Berliner Stadtmission werden die Aktion begleiten und stehen ebenfalls für Fragen zur Verfügung. In der Zeit von 12:00 bis 15:00 Uhr nehmen wir gern folgende Kleider- /Sachspenden entgegen:

    Frauen:Männer:Allgemein:
    – Sportschuhe
    – Jacken
    – Pullis
    – Unterhose/ Boxershorts
    – Hoodies
    – Sporthose
    – Jacken
    – Jeans
    – Sportschuhe
    – Rücksäcke
    – Schlafsäcke
    – Koffer
    – Reisetaschen
    – Schlafsäcke
    – Isomatten
    – Fleece- & Wolldecken
    Hygiene:Lebensmittel:
    – Einwegrasierer
    – Deos (sowohl für die Frau als auch für den Mann)
    – Taschentücher
    – Zahnbürsten
    – Zahnpasta
    – Toilettenpapier
    – Waschpulver
    – Shampoo
    – Spüli
    – Einweghandschuhe
    – Nudeln
    – Hülsenfrüchte
    – Öl/Fett
    – Tomatenkonserven
    – Reis
    – Püreepulver
    – Kaffee
    – H-Milch
    – Tee
    – Milch
    – Fleischkonserven
    – Suppenkonserven


  • Für den Erhalt der traditionellen Eintrittskarte!

    Für den Erhalt der traditionellen Eintrittskarte!

    Die Vereine versprachen während der Pandemie, dass die durch das Virus nötig gewordenen Maßnahmen mit dem Ende der Coronaverordnungen wieder aufgehoben werden. Die Maßnahmen waren unter anderem die Schließung der Tageskassen und die ausschließliche Vergabe von Print@Home- bzw. E-Tickets sowie andere lang gehegte Träume von Sicherheitsfanatikern wie die Personalisierung von Eintrittskarten, auf denen unser Hauptaugenmerk lag. Das Versprechen der Vereine wurde nicht gehalten und auch nach mehr als einem halben Jahr nach unserer Rückkehr in die Stadien hat unser Verein die Maßnahmen nur teilweise und in Einzelbereichen gar nicht zurückgenommen.

    Eintrittskarten sind teils noch immer mit dem Namen versehen, so standen zum Beispiel beim Auswärtsspiel in Braunschweig die Namen der Käufer auf den E-Tickets. Tageskassen gibt es bei Heimspielen und beietlichen Auswärtsspielen auch nicht mehr, was einen spontanen Stadionbesuch für viele Fans unmöglich macht. Zusätzlich gibt es weder bei Heimspielen noch bei Auswärtsspielen, traditionelle Eintrittskarten zu erwerben. Dass dies im deutschen Profifußball möglich ist, zeigen unter anderem Beispiele unserer Freunde aus Karlsruhe, welche bei ihren Spielen in Neustrelitz oder Hamburg traditionelle Eintrittskarten bekamen. Auch die Fans unseres letzten Gegners FC Augsburg erhielten bei all ihren Auswärtsspielen in dieser Saison(Leverkusen, Hoffenheim und Bremen) “richtige” Eintrittskarten. Und Aussagen aus Augsburg zufolge schlug das Ticketing von Hertha BSC sogar seitens des FCA angebotene traditionelle Eintrittskarten aus, sodass es für Gästefans nur E-Tickets gab. Die Idee von Hertha BSC, sogenannte Schmucktickets für zusätzliche 1 bzw. 2€ anzubieten, signalisiert zwar ein gewisses Umdenken, jedoch sollten traditionelle Eintrittskarten nicht für einen Aufpreis angeboten werden. Hier wünschen wir uns Wahlfreiheit: Wer mit einem E-Ticket zufrieden ist, soll dieses auch bekommen. Wer jedoch ein traditionelles Eintrittsticket haben möchte, sollte auch hierzu die Möglichkeit haben.

    Das Argument von Hertha, Print@Home-Tickets seien nachhaltiger als traditionelle Eintrittskarten, ist unserer Meinung nach an den Haaren herbeigezogen. Auf ein A4-Blatt passt aktuell ein Print@Home-Ticket, welches ausgedruckt nach dem Spiel defintiv im Müll landet, da es keinen Erinnerungswert hat. Auf einen Druckbogen für traditionelle Eintrittskarten passten stets 4 Eintrittskarten. Man bekommt also auf ein Blatt viermal so viele Tickets, als wenn man sich das Ticket selbst zu Hause ausdrucken muss. Als Alternative könnten die Eintrittskarten auch auf recyceltem Papier gedruckt werden. Um nachhaltiger zu arbeiten, hat der Fußball viele andere Möglichkeiten. Beispielsweise muss das Flutlichti m Stadion bei einem Spiel um 15:30 Uhr nicht das ganze Spiel über angeschaltet sein, die Mannschaftsbusse müssen nicht regelmäßig leer durch Deutschland fahren, während die Mannschaft mit dem Kurzstreckenflug zum Auswärtsspiel reist, um nur einige Beispiele zu nennen. Das Argument der Nachhaltigkeit im Kontext traditioneller Eintrittskarten ist also mehr als nur fadenscheinig, es ist unseres Erachtens faktisch gelogen! Hier wird Greenwashing mit vermeintlich unkomplizierten Änderungen betrieben, während größere Brocken zum Thema Nachhaltigkeit nicht angegangen werden. Mit dem schleichenden Ableben der traditionellen Eintrittskarten stirbt ein weiterer Teil des Fußballs, wie wir ihn alle lieben. Dies ist ein weiterer Schritt in Richtung des modernen Fußballs und weg von der Basis. Die traditionellen Eintrittskarten waren nicht nur Sammlerstücke einiger sammelbegeisterter Fußballfans, sondern sind auch Erinnerungsträger in einer immer schnelllebiger werdenden Gesellschaft.

    Deshalb fordern wir:

    • den Erhalt der traditioneller Eintrittskarten
    • Öffnung der Tageskassen für Heim- und Gästefans
    • keine Personalisierung von Eintrittskarten


    Für den Erhalt der traditionellen Eintrittskarte!

    Harlekins Berlin ´98 im September 2022


  • Traditionelle Eintrittskarten erhalten

    Traditionelle Eintrittskarten erhalten

    Hallo Herthaner,

    der Förderkreis Ostkurve e.V. möchte sich der vielfältig ausgedrückten Forderung, traditionelle Eintrittskarten zu erhalten, anschließen. Egal ob durch Spruchbänder, Stellungnahmen oder wie zuletzt im Augsburger Gästeblock mit einer Choreo – die Fanszenen Deutschlands verbindet das Verlangen nach Karten in Papierform.

    Das Ticket in Papierform stellt für uns nicht nur lediglich eine Eintrittsberechtigung zu den Spielen unserer alten Dame dar, sondern vielmehr ein Stück Erinnerung, welches es unbedingt zu bewahren gilt. Viele Herthaner haben seit Anbeginn ihrer Fankarriere eine stolze Anzahl an Karten gesammelt. Darunter die für das allererste Spiel, für Auftritte auf europäischer Bühne, für rar gesäte Spiele, in denen es mal um etwas ging. Erinnerungen, Emotionen und Gefühle werden wieder wach, wenn man einen Blick in den gut sortierten Hefter oder die unaufgeräumte Schublade wirft. Wenn man einzelne Karten in Händen hält, die eine ganz besondere Bedeutung haben. Dies kann kein zufallsgenerierter QR-Code, kein Onlinedokument und kein ausgedrucktes Din-A-4-Blatt. Spiele geraten in Vergessenheit und mit ihnen die Geschichten, die der Fußball schreibt.

    Wir möchten euch, Herthaner und alle interessierten Leser, dazu aufrufen, Hertha BSC dazu aufzufordern, künftig wieder Tickets in altbewährter Form anzubieten. Dies könnt ihr unter folgendem Link tun:
    https://www.ticket-onlineshop.com/ols/hbsctk/de/tk/channel/shop/index/contact

    Ha Ho He,
    Förderkreis Ostkurve e.V.


  • Absage Tour de Hertha

    Aufgrund der Wettervorhersage verschieben wir das vorsorglich. Bitte leitet diese Info weiter! HaHoHe