Ihr habt euer Versprechen gebrochen – Wir halten unser Wort!

Hallo Herthaner!

In dieser Saison sind wir einmal mehr an einem Punkt angelangt, an dem sich automatisch die Frage aufdrängt, wie es weitergehen soll. Bereits nach der desaströsen 5:0 Klatsche in Stuttgart war für viele Herthaner der Geduldsfaden gerissen. Aus diesem Grund bewegten sich einige bereits am Morgen nach dem Spiel in Richtung des Trainingsgeländes, um dort die Spieler hinsichtlich dieser Leistungsverweigerung zur Rede zu stellen. Als Reaktion darauf setzten sich Spieler und Fans zusammen, um sich über die beschissene Lage auszutauschen und einen Weg aus der Krise zu diskutieren. Ergebnis des Gesprächs war es, dass man nur gemeinsam da unten wieder rauskommen könne! Ebenso versprachen sich beide Seiten, alles in ihrer jeweiligen Macht stehende zu tun,um den drohenden Abstieg zu verhindern. Gegen Dortmund war trotz Niederlage der Wille zu kämpfen und zu siegen erkennbar, sodass gegen Augsburg endlich der Befreiungsschlag gelingen musste. Doch was die mitgereisten Herthaner dort geboten bekamen, spottet jeder Beschreibung. Es war wieder mal ein Armutszeugnis, das die Spieler an diesem Tag hinterlassen haben.

Das Abstiegsgespenst klopft nun immer lauter an den Toren des Olympiastadions. Was ein Abstieg für unseren Verein bedeuten würde, kann sich jeder selbst ausmalen. Michael Preetz sprach einst von „…einer Patrone, die sitzen muss!“, als es darum ging den direkten Wiederaufstieg aus der 2. Liga zu packen. Diese Patrone ist nun verschossen und ein weiterer Abstieg würde wohl für lange Zeit den Abschied von Hertha BSC aus dem Oberhaus bedeuten. Sollten wir absteigen, werden wir so schnell vermutlich nicht wieder hochkommen und zudem mit großen finanziellen Belastungen zu kämpfen haben.

Doch bei aller Wut und Frustration: es sind noch 11 Spieltage zu spielen und 33 Punkte zu vergeben. Es fällt zwar schwer daran zu glauben, dass diese Mannschaft das gemeinsame Ziel Klassenerhalt noch packen kann – doch welche andere Möglichkeit haben wir?! Wir versprachen den Spielern in dieser schweren Zeit absolute Rückendeckung auf den Rängen. Ein Versprechen, welches wir halten werden. Nicht für diese Spieler, aber für diesen Verein. Es stellt für uns keine Alternative dar, bis zum Ende der Saison den Mund zu halten und zuzuschauen wie unsere Alte Dame allmählich vor die Hunde geht. Wir können zwar den Ball nicht selbst ins Tor schießen und damit für den Klassenerhalt sorgen, aber wir wollen unsere Herthafahne mit dem guten Gewissen in die Höhe recken, wirklich immer alles gegeben zu haben. Wie sollen wir womöglich nächstes Jahr in den Spiegel gucken, wenn wir uns vorwerfen lassen müssen, elf Spieltage vor Schluss aufgegeben zu haben? Am Anfang der Saison wurde klargemacht „Blau-Weiße Hertha wird nie untergehn!“ Und wenn die Spieler nicht in der Lage sind, dies umzusetzen, dann doch wenigstens wir. Denn wir sind Hertha BSC! Wir werden auch dann noch unserer Hertha die Treue halten, wenn all jene, die uns in diese Lage gebracht haben, vielleicht gar nicht mehr für unseren Verein tätig sind. Macht euch dies immer wieder bewusst und legt all eure Wut und euren Frust in eure Stimme. Denn eines ist gewiss: Mit uns an der Seite wird Hertha niemals untergehen!

„Ihr habt euer Versprechen gebrochen – Wir halten unser Wort!“

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Dynamic Supporters 2005
Hauptstadtmafia 2003
Fringe Group Berlin 2008
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