Kategorie: Aktuell

  • FKO-Stand auf dem Hertha-Adventsmarkt

    weihnachtsmarkt
    Beim kommenden Heimspiel gegen Leverkusen am Freitag (11.12.2009, 20.30 Uhr) wird es auf der Süd-Ost-Wiese am Olympiastadion einen Weihnachtsmarkt geben.

    Der FKO wird an diesem Abend mit einem Stand vertreten sein.

    Ihr könnt euch rund um den FKO informieren, verschiedene Poster unserer Aktionen, sowie den neuen Fankalender 2010 der Harlekins Berlin erwerben.  Der Erlös des Fankalenders wird dem Fanprojekt Berlin gespendet. ( Info www.hb98.de)

    Über einen Besuch würden wir uns sehr freuen!

  • MV Hertha BSC am 30.11.09

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    Alle zusammen für die Fahne! Auf geht´s Herthaner:

    Mitgliederversammlung – Montag 30.11.09 – Beginn 19:00 im ICC –

    Wir stehen voll im Abstiegskampf und in Anbetracht unserer prekären wirtschaftlichen Lage spiegelt so manche Diskussion in den verschiedensten Bereichen unserer Fangemeinde die uns alle vereinende Sorge.

    Daher gilt mehr denn je: Kommt rechtzeitig ins ICC, stellt Eure Fragen, formuliert sachlich Eure Kritik, lasst Euch nicht mit hohlen Phrasen abspeisen, hört Euch die Argumente und Inhalte an und macht Euch ein eigenes Bild! Die MV gehört uns Mitgliedern und wir können dort Hertha BSC mitgestalten!

    Welche Möglichkeiten stehen in der Winterpause für eventuelle Neuverpflichtungen zur Verfügung? Wie sehen die Konsequenzen im Abstiegsfall aus? Es gibt drängende Fragen zur näheren Zukunft, gleichwohl nehmen einige Herthaner auch eine kritische Perspektive auf getroffene Entscheidungen der letzten Monate ein. Hier stehen natürlich die Transferpolitik, die Hintergründe zum Abschied von Favre sowie vor allem die finanziellen Erblasten der Hoeness-Ära im Fokus.

    Manche Mitglieder hinterfragen zunehmend auch die handelnden Personen in den Gremien sowie der Geschäftsführung. Demzufolge sind mehrere Anträge zur Abwahl von Aufsichtsrat und Präsidium gestellt, die jedoch nur mit einer ¾-Mehrheit als angenommen gelten. Bedauerlicherweise wurden allerdings seitens der Antragsteller keinerlei inhaltliche Lösungsansätze kommuniziert, d.h. wir wissen nicht, welche personellen Alternativen sie vorschlagen, wie ein Lösungskonzept unserer aktuellen Probleme aussieht und ob ihre Kandidaten frisches Geld oder zusätzliche Sponsoren mitbringen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie sinnvoll eine Abwahl zum jetzigen Zeitpunkt sein kann – das Lizensierungsverfahren (inkl. Szenario für Liga 2) steht an und es gilt, frisches Kapital zur Verstärkung des Teams aufzutun. Ein Führungswechsel und die damit verbundene öffentliche Unruhe drohen hier Vertrauen zu zerstören und mehr Schaden als Nutzen anzurichten. Unserer Meinung nach gilt es jetzt gemeinsam alle Kräfte auf ein einziges Ziel auszurichten: Hertha BSC darf nicht absteigen!

    Gleichwohl gibt es berechtigten Grund zur Kritik gegenüber Teilen der Gremien. So haben dort Banker, Juristen und Unternehmer über viele Jahre im Rahmen ihrer satzungsgemäßen Aufsicht und Kontrolle die extreme wirtschaftliche Schieflage, die uns heute eine rigide Sparpolitik aufzwingt, entweder sehenden Auges entstehen lassen oder ihre Pflichten ungenügend wahrgenommen. Die wirtschaftliche Gegenwart und Zukunft von Hertha BSC ist folglich auf Jahre – den Sünden der Vergangenheit geschuldet – massiv getrübt. All dies einzig und allein Ex-Manager Hoeness zuzuschreiben, wäre zu oberflächlich und wir hoffen die Verantwortlichen sind selbstkritisch genug, dies zu erkennen. Nicht zuletzt wurden die von Fans uns Mitgliedern formulierten Vorwürfe der Alleinherrschaft und finanzieller Risiken jahrelang vehement geleugnet. Trotzdem gilt: Finanz-Geschäftsführer Ingo Schiller hat bei der Vorstellung des Sanierungskonzeptes einen Abstieg als „Worst Casse“ bezeichnet – die jetzige Führungsmannschaft hat für die nächsten Monate vorerst unsere volle Unterstützung, diesen abzuwenden.

    So existenziell uns diese sportliche Krise auch trifft, dürfen wir bei alledem nicht vergessen, dass vor allem aus den Reihen engagierter Fans und Mitglieder seit Jahren finanzielle Konsolidierung und wirtschaftliche Stabilität gefordert wurde! Dass wir dabei auf sportliche Ambitionen verzichten müssen, ist die logische Folge und wie wir aktuell sehen, ist dieser Weg mühsam und teilweise schmerzlich bitter. Trotzdem führt nach unserem Verständnis langfristig kein Weg daran vorbei, Hertha BSC wieder auf ein gesundes wirtschaftliches Fundament zu stellen. Dies soll keineswegs zu einer unkritischen Haltung aufrufen, jedoch gilt es, die gesamte Situation unserer Hertha zu berücksichtigen. Jetzt ist es sicherlich an der Zeit, kritische Fragen zu stellen und auf offensichtliche Fehlentwicklungen hinzuweisen – jedoch braucht die sportliche Führung aktuell ebenso unsere Rückendeckung, wie es nicht der richtige Moment ist, im Präsidium oder im Aufsichtsrat für (Personal-)Chaos zu sorgen.

    Lasst uns also am Montag über Inhalte und Lösungen diskutieren. Kritisch und sachlich, aber stets im Bewusstsein: Gemeinsam für Hertha BSC!

    Harlekins Berlin ´98

    Der FKO unterstützt das Anliegen der Harlekins ausdrücklich!

  • Appell an die Mannschaft – und das enttäuschende Echo…

    Hallo Herthaner!

    Vor dem Spiel in Nürnberg haben wir in Abstimmung mit den aktiven Gruppen und diversen Fanclubs aus der Ostkurve unsere Erwartungen an die Mannschaft in anbetracht der derzeitgen Situation formuliert. Vorangegangen waren etliche Gespräche mit Herthaspielern, die stets in ruhiger, sachlicher Atmosphäre geführt wurden. Wochenlang hatten sich die Spieler unserer lautstarken Unterstützung sicher sein können, nach Niederlagen gab es Trost und Aufmunterung statt der andernorts üblichen Turbulenzen. Immer wieder wurde deutlich gemacht, dass wir hinter ihnen stehen, solange die Einstellung stimmt.

    Dies war in den vergangenen Spielen so derart offensichtlich nicht mehr der Fall, dass wir in einem Brief letztmalig formulierten, was aus unserer Sicht ab sofort umgesetzt werden muss. Der unten angehängte Brief wurde am Freitag beim Training Herrn Funkel übergeben, um sicherzugehen, dass der Inhalt die komplette Mannschaft erreicht und auch der neue Trainer gleich zum Einstieg einmal unsere Erwartungen an sein Amt klar formuliert in der Hand hat.

    Nach dem Spiel stellte sich leider heraus, dass einige Spieler von dem Brief nichts erfahren hatten und er anscheinend nur mit manchen Spielern bzw. nur in Auszügen besprochen wurde – äußerst unglücklich in unseren Augen. Wir veröffentlichen diesen Brief erst jetzt, da wir vor dem Spiel in Nürnberg keinen zusätzlichen öffentlichen Druck aufbauen wollten, der unter Umständen als Ursache oder Alibi hätte angeführt werden können. Allerdings sehen wir uns jetzt gezwungen damit an die Öffentlichkeit zu gehen, auch damit klar wird, das eventuelle Reaktionen der aktiven Fanszene eben nicht das Ergebnis plötzlicher Sprunghaftigkeit sind, sondern eines bisher weitgehend im Hintergrund verlaufenden Prozesses.

    Das Ergebnis in Nürnberg ist bekannt, und jeder kann sich ob der Ereignisse sein eigenes Bild machen, ob jeder im blauweißen Trikot, die in dem Brief geforderten Tugenden eingebracht hat. Dass von nun an ein anderer Ton herrschen wird und die Maßnahmen des aktiven Kerns anders ausfallen werden, ist die logische Konsequenz dessen.

    An den Trainer von Hertha BSC, Friedhelm Funkel

    Herr Funkel, Ha Ho He und herzlich Willkommen bei Hertha BSC!

    Mit dem folgenden Schreiben positionieren wir uns zur aktuell desolaten Situation, in die Sie persönlich gerade erst hineingeraten sind. Zum „Neuanfang“ möchten wir Ihnen mit auf den Weg geben, was wir von der Mannschaft unter Ihrer Leitung in den nächsten Wochen erwarten.

    Wir bitten Sie ausdrücklich darum, dass ausnahmslos jeder Spieler der aktuellen Mannschaft von Hertha BSC dieses Schreiben liest – und sei es mit Hilfe eines Dolmetschers. Es ist unsere volle Überzeugung, dass wirklich jeder Spieler vor dem Spiel in Nürnberg diese Worte verinnerlicht haben sollte – es geht um so viel!

    In Nürnberg muss absolut alles gegeben werden, um die Wende einzuleiten. Jeder Einzelne muss bis zum Umfallen kämpfen, um in Nürnberg zu gewinnen. Spieler, die weiterhin den Eindruck erwecken dies nicht zu tun, werden von uns nicht mehr in der Aufstellung von Hertha BSC akzeptiert. Sollte in Nürnberg eine weitere Pleite seelen- und willenlos hingenommen werden, ist mit der Unterstützung der aktiven Fanszene von Hertha BSC in den nächsten Spielen nicht mehr zu rechnen. Zu lange schon beschleicht uns das Gefühl, dass hier nicht jeder sein Möglichstes für unsere Fahne gibt.

    Mit viel Geduld und gegen Widerstände im Stadion ,sowie die mediale Stimmungsmache haben wir die Situation in der bisherigen Saison miterlebt und getragen. Die Bemühungen, der Mannschaft mit Geduld und Vertrauen konstruktiv (aufmunternde Transparente, aufbauende sachliche Gespräche mit Spielern etc.) zu helfen, wurden weder von Erfolg gekrönt noch mit totalem Einsatz belohnt. Wir haben bei vielen Spielern keinen Wandel bemerkt. Allein die Körpersprache vieler Spieler verrät, dass es für sie nicht das Allerwichtigste ist, Hertha wieder aus dem Dreck zu ziehen. Eine solche Einstellung wird nicht weiter toleriert! Dass aus Geduld in großen Teilen der Fanszene längst bittere Wut geworden ist, sollte jeder Spieler einmal in Ruhe bedenken.

    Wir erwarten von einem Hertha BSC-Spieler, dass er jeden Tag in der Woche an sich arbeitet und sich innerlich mit voller Kraft darauf vorbereitet, wie das nächste Spiel für Hertha gewonnen werden kann.

    Wir erwarten weiterhin, dass die Mannschaft von Hertha BSC als Einheit auftritt. Mögliche Grüppchenbildungen müssen dringlich unterbunden werden. Wer in den 90 Minuten auf dem Platz nicht als Freund des Mitspielers auftritt, ist falsch in der Mannschaft. Dabei gilt es insbesondere auch bereit zu sein, seine Mitspieler zu unterstützen, sich gegenseitig zu motivieren und auch bei Fehlern zu seinen Mannschaftskameraden zu stehen und sie zum Weiterkämpfen zu ermuntern. Resignation darf es nicht geben, genauso darf es keinem Spieler egal sein, wie seine Mitspieler eingestellt sind. Es darf nicht vorkommen, dass Einzelne einfach im Regen stehen gelassen werden.

    Wir erwarten außerdem, dass die Kommunikationsbarrieren innerhalb der Mannschaft schleunigst behoben werden. Jeder Spieler muss Ihre Anweisungen verstehen können und eine Abstimmung mit seinen Teamkameraden muss möglich sein. Dies stellt nach unserem Dafürhalten eine unverhandelbare Selbstverständlichkeit einer intakten Mannschaft dar. Ein Ablehnen von Hilfestellungen zum Erlernen der deutschen Sprache kann nicht akzeptiert werden. Spieler, die sich weigern an einer einheitlichen Kommunikation untereinander zu arbeiten, sind für Hertha BSC nicht mehr tragbar. Wir erwarten von Ihnen, Herr Funkel, und auch von der Vereinsführung, sich dieser Aufgabe zu stellen.

    Wir erwarten, dass alle Mitwirkenden und Verantwortlichen der aktuellen Mannschaft, von Ihnen als Trainer, über den Manager und das Präsidium, bis hin zu jedem Spieler, sich vollends bewusst sind, was auf dem Spiel steht: Hertha BSC darf allein aus wirtschaftlichen Gründen in keinem Fall absteigen! Arbeitsveträge begründen nicht nur den Erhalt von Leistungen, sondern primär das Erbringen von Leistungen – es ist höchste Zeit, dies auf dem Platz zu beherzigen.

    Zu verinnerlichen sind ganz besonders auch die folgenden Sätze:
    Wir erwarten, dass jeder Spieler weiß für welchen Verein er hier auf den Platz läuft. Wir sind Hertha BSC, wir sind der Traditionsverein aus Berlin, welcher seit 1892 den Fußball in Deutschlands größter Stadt geprägt hat. Das sind keine leeren Floskeln, oder Sprüche wie sie Fans jedes Vereins sagen könnten.

    Ein Spieler, der die Herthafahne auf der Brust trägt, muss wissen was es für uns bedeutet, diese Fahne zu tragen. Er muss wissen, was es für Berlin bedeutet diese Fahne zu tragen. Hertha BSC ist unser Leben – doch wir können nicht allein darum kämpfen!
    Der nächste Schritt muss von der Mannschaft kommen.
    Auf zur Wende nach Nürnberg!

    Die aktive Fanszene von Hertha BSC
    Berlin, den 16. 10. 2009

    Quelle www.hb98.de