Kategorie: Aktuell

  • ProFans für Menschenrechte und gegen Diskriminierung

    „Das Stadion ist ein Spiegelbild der Gesellschaft.“ – Diesen Satz nutzte ProFans bereits häufiger in Diskussionen, wenn es wieder einmal einen Aufschrei in der Öffentlichkeit zum Thema Sicherheit beim Fußball gab. Negative Erscheinungen finden sich eben in einem Stadion genauso wieder, wie im Alltag auch. Bestätigt wird dieser Satz leider aktuell durch Vorfälle in der ganzen Republik.

    Warnt das Fanbündnis schon seit Längerem vor dem Erstarken rechter Kräfte in den Fankurven, sieht man eben diese Kräfte jetzt wieder gehäuft auf den Straßen und vor Flüchtlingsunterkünften. In den Stadien wollen engagierte Fans menschenverachtendes Denken fernhalten, doch
    werden sie selbst vorwiegend als Sicherheitsrisiko behandelt, während die Zahl der braunen Rattenfänger steigt und steigt. Im Stadion wie überall. „Das Stadion ist ein Spiegelbild der Gesellschaft“, trifft es sehr deutlich.

    Für Fußballfans und allen voran Ultras ist die Fankurve jedoch ein bunter und kreativer Ort, an dem Ausgrenzung und Diskriminierung keinen Platz haben. Spieler und Spielerinnen aus der ganzen Welt tragen die Farben des Vereins, den man so liebt, die Freunde in der Fankurve haben verschiedene Hautfarben, Religionen und sexuelle Orientierungen. Die von uns gelebte Fankultur hat Einflüsse aus England und Südeuropa, aber auch aus Polen und vom Balkan. Unter der Woche staunen wir über YouTube-Videos aus Südamerika, Griechenland oder Afrika. Fußball verbindet, und so gibt es nicht wenige Freundschaften zu Fanszenen im Ausland. Fankultur lebt von „Multikulti“, von allen Einflüssen, aus denen man kreative Ideen für die Unterstützung seines Teams ziehen kann. Und nicht zuletzt vom großen Gemeinschaftsgefühl für die gemeinsame Leidenschaft.

    Die ProFans angeschlossenen Gruppen eint ein antirassistischer Grundkonsens, dessen Anerkennung Voraussetzung für das Mitwirken jeder einzelnen Gruppe in der Fanorganisation ist. Dieser ist aktueller als je zuvor. Wie in den Kurven darf auch in der Gesellschaft kein Platz für Intoleranz und Diskriminierung sein! Viele Fangruppen engagieren sich deshalb auch außerhalb des Stadions für Flüchtlinge, helfen bedürftigen Menschen oder organisieren und beteiligen sich an Demos gegen Nazis.

    ProFans wünscht sich, dass diese Aufgeschlossenheit und dieses Engagement nicht nur beim Fußball die Einstellung einiger Kurven und Fangruppen kennzeichne, sondern dass der Einsatz für Menschenrechte und gegen Diskriminierung in allen Stadien und darüber hinaus in unserer ganzen Gesellschaft wie auch seitens Politik und Medien selbstverständlich sei.

    ProFans im August 2015

  • 1. Heimspiel der Saison 2015/16

    Liebe FKO-Mitglieder und Newsletter-Abonnenten,

    Die lange Sommerpause hat endlich ein Ende und unsere „Alte Dame“ startet mit gleich zwei Auswärtssiegen in die neue Saison.

    In Bielefeld konnte unsere Mannschaft dank eines kampfbetonten Auftritts durch die Treffer von Kalou und Neuzugang Vladimir Darida souverän in Runde zwei einziehen. Gegner wird der FSV Frankfurt sein.

    Das kompakte Auftreten unserer Mannschaft in Augsburg wurde durch Kalous Foulelfmeter Anfang der zweiten Hälfte belohnt. Auch wenn Hertha in den Schlussminuten sicherlich Glück hatte, das Spiel nicht noch aus der Hand gegeben zu haben, so können wir stolz sein, bei einem aktuellen Europa-League–Teilnehmer drei Punkte mitgenommen zu haben!

    Am Freitag, dem 21. August 2015, gilt es auch bei unserem ersten Heimspiel der Saison nachzuziehen! Zu Gast wird der SV Werder Bremen sein. Anstoß ist um 20 Uhr im Olympiastadion.

    Lasst uns die Mannschaft lautstark unterstützen und sie so zumindest für eine Nacht an die Tabellenspitze bringen.
    Herthafahne einpacken!

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    Kurzer Auszug aus dem aktuellen Newsletter zum nächsten Heimspiel.  Möchtest Du aktuelle Informationen zum FKO, Hertha BSC und der Fanszene per E-Mail erhalten, dann melde Dich HIER am Newsletter an.

     

  • ProFans lässt nicht locker: Fußball für die Fans! Für fangerechte Spieltermine!

    Pressemitteilung

    ProFans lässt nicht locker: Fußball für die Fans! Für fangerechte Spieltermine!
    Berlin, 13. August 2015

    Zum Saisonstart der 1. Bundesliga wendet ProFans sich erneut öffentlich gegen die
    Spieltagszersplitterung und gegen Wochentagsspiele der Liga, nachdem bereits am
    Pokalwochenende in vielen Stadien Spruchbänder mit der Forderung nach fanfreundlichen
    Spielterminen zu sehen waren.

    Höheren Fernseheinnahmen zuliebe werden die Spieltage der ersten Ligen zunehmend auf
    viele Termine verteilt. Damit nimmt die DFL auf die Bedürfnisse der mitreisenden Fans
    herzlich wenig Rücksicht. Ganz davon abgesehen, sind Wochentagsspiele auch für viele
    Heimzuschauer problematisch. Allerdings steht nicht der Ligaverband allein in der
    Verantwortung, sondern ebenso die ihm angehörenden Vereine selbst sowie der DFB.
    ProFans-Sprecher Jakob Falk erklärt: „Auch der DFB muss deutlich kritisiert werden. Die
    Anstoßzeiten im DFB-Pokal und sogar in der 3. Liga sind zum Teil eine üble Zumutung für
    aktive Fans. Während über künftige Montagsspiele in der 1. Liga diskutiert wird, terminiert
    der DFB bereits seit Jahren Pokalspiele der 1. Runde auf den Montag.“

    Seit vielen Jahren liegt der Vorschlag von ProFans auf dem Tisch, an Freitag- und
    Sonntagabenden wenigstens solche Spiele bevorzugt anzusetzen, bei denen die Entfernung
    zwischen den Heimatstädten der Vereine nicht mehr als 300 km beträgt. Bei größeren
    Entfernungen müssen die meisten der mitreisenden Fans für Spiele am Freitag- oder
    Sonntagabend einen Urlaubstag opfern, für Spiele an Wochentagen sogar zwei.
    Wie die Auswertung der Aktion um den Negativpreis „SAM“ (SpielAnsetzungsMonster)
    ergab, traf es in der vergangenen Saison in der 1. und 2. Bundesliga insgesamt 10 Vereine,
    deren Anhänger allein für die Ligaspiele zwischen einer und zwei vollen Urlaubswochen
    daransetzen mussten, wenn sie zu allen mitreisen wollten. Unfreiwillige „Spitzenreiter“ in
    dieser Auflistung sind die Fanszenen von Fortuna Düsseldorf und dem FC St. Pauli mit
    jeweils 10 Tagen, gefolgt vom FC Augsburg, dem SC Freiburg und den beiden Berliner
    Vereinen Hertha BSC und 1. FC Union.

    Selbst in der dritten Liga gibt es noch drei Vereine, deren Fans für die Auswärtsspiele eine
    Woche Urlaub oder länger einplanen mussten. Beispiele wie Fortuna Köln oder Rot-Weiß
    Erfurt (6 Tage) zeigen, dass auch mitnichten nur Vereine aus fußballerisch „abgelegenen“
    Orten betroffen sind. Für die Fans ist das eine Zumutung, und auch der Sicherheit dient es
    nicht, wenn vor allem familiär und beruflich gebundene Anhänger wegbleiben.

    Die immer wiederkehrende Suggestion, Gästefans seien vor allem eine Bedrohung der
    Sicherheit, ist ohnehin verfehlt, denn nichts trägt so stark zu einer emotionalen
    Zuschauerkulisse bei wie ein stimmungsvoller Gästeblock. Gerade jene Vereine, die viele
    Fans mit nach auswärts bringen, locken die meisten Heimzuschauer in die Stadien.
    ProFans-Sprecher Sig Zelt dazu: „Die Fernsehdauerberieselung mit Fußball und das
    Vergraulen von Gästefans wird den Vereinen noch einmal kräftig auf die Füße fallen. Es ist
    doch absurd, des kurzfristigen Gewinns wegen Abstriche an der Attraktivität hinzunehmen.“
    Philipp Wernick, einer der Initiatoren der SAM-Aktion, unterstreicht: „Für wen soll der
    Spitzenfußball denn da sein, wenn nicht zuallererst für die treuen Fans, die Woche für
    Woche ins Stadion gehen, um ihr Team aktiv zu unterstützen?“ Sig Zelt ergänzt noch einmal:
    „Der dramatische Popularitätsrückgang bei der Formel 1 im Automobilrennsport zeigt, wie
    schnell man das Rad überdrehen kann.“

    Wie bereits mitgeteilt, wird ProFans den SAM in dieser Saison nicht mehr monatlich, sondern
    halbjährlich vergeben, um zu zeigen, welche Fanszenen übers Jahr ganz besonders
    betroffen sind und für die Mehreinnahmen an Fernsehgeldern mit ihren eigenen
    Urlaubstagen und oft auch höheren Reisepreisen zahlen.

    ProFans im August 2015