Autor: Laurens Schweizer

  • 4. Heimspiel der Saison 2015/16

    Liebe FKO-Mitglieder und Newsletter-Abonnenten,

    nach dem schönen 2:0 gegen den 1.FC Köln konnte unsere Hertha auch in Frankfurt überzeugen.
    Das 1:1 am Ende war ein weiterer schöner Punktgewinn. In beiden Spielen überzeugte die Hertha vor allem auch spielerisch, so dass erfreulicherweise die Grottenkicks der Rückrunde vergessen sind.

    Mit 11 Punkten aus sieben Spielen ist man gut dabei und kann am Samstag gegen einen weiteren Verein auf Augenhöhe nachlegen. Gerade diese Heimspiele sind wichtig zum Punktesammeln. Also Hertha-Fans, unterstützt die Mannschaft im schweren Spiel gegen den HSV, so dass wir auch am Ende dieses Samstags jubeln können.

    ### Wir gedenken Carsten Grab

    Am 17. Oktober jährt sich zum fünfzehnten Mal der Todestag unseres ehemaligen Fanbeauftragten:

    Carsten Grab 

    Bekannt war Carsten Grab unter dem Spitznamen „Spreebär“, mit dem er manchmal unterschrieb. Darunter setzte er noch einen kleinen Bären. „Spreebär“ – so hieß auch sein erstes Fan-Magazin, ehe er später das begehrte und liebevoll gemachte „Berliner Sport Echo“ herausbrachte.

    Carsten Grab war Hertha-Fan, war da, wo immer Hertha auch kickte. Nach dem Abstieg in die Amateur-Oberliga, zu trüben Zweitliga-Zeiten und auch auf tagelangen Reisen zu Spielen im Europapokal.

    Carsten war in der gesamten Berliner Fanszene bekannt. Kaum einer konnte von sich behaupten, mit den Anliegen der Fußballfans so gut vertraut zu sein, wie Carsten Grab. Im Juli 1999 übernahm er den Posten des Fanbeauftragten bei Hertha BSC.

    Am 17. Oktober 2000 im Alter von nur 30 Jahren wählte er den Freitod. Alle die Carsten kannten, werden ihn immer in Erinnerung behalten.

    ________________________________

    Kurzer Auszug aus dem aktuellen Newsletter zum nächsten Heimspiel.  Möchtest Du aktuelle Informationen zum FKO, Hertha BSC und der Fanszene per E-Mail erhalten, dann melde Dich HIER am Newsletter an.

  • Stadiontrailer des FKO

    Auf vielfachen Wunsch, der Stadiontrailer vom Förderkreis Ostkurve e.V. ist online.

    Viel Spaß!

  • ProFans verurteilt Repressalien gegen Gästefans

    Berlin, 20. September 2015

    Mit Verärgerung reagiert ProFans auf Maßnahmen, die Gästefans
    ausschließen, wie bei der Begegnung des VfL Osnabrück gegen Preußen
    Münster, oder wie am letzten Wochenende zum Spiel des 1. FC Köln gegen
    Borussia Mönchengladbach nur unter repressiven Auflagen zulassen. Da
    seitens des DFB bereits angekündigt wurde, ähnliche Maßnahmen auch in den
    Rückspielen anzuwenden, fordert ProFans als Bündnis aktiver Fans und
    Fangruppen nicht nur die Aufhebung der für die Rückspiele geplanten
    Einschränkungen, sondern generell die Abschaffung derartiger Praktiken.

    Zwar unterscheiden sich beide Strafen auf den ersten Blick in ihrer
    Umsetzung, das Ziel, nämlich unbequeme Fans nicht im Stadion und dessen
    Nähe zu haben, ist allerdings beiden gemein. Bereits im Februar warnten wir
    davor, Populismus walten zu lassen, doch ist im Nachgang genau das
    geschehen: Statt sich ernsthaft mit der Thematik auseinanderzusetzen,
    werden erneut Kollektivstrafen gegen die komplette Anhängerschaft der
    jeweiligen Vereine ausgesprochen. Seit längerer Zeit fordern wir eine
    Abkehr von dieser Praxis und betonen angesichts der aktuellen Maßnahmen:
    „In der politischen Kultur Deutschlands sind Kollektivstrafen aus guten
    Gründen seit Jahrzehnten geächtet. Nur der DFB hält sie nach wie vor für
    opportun, wie erschreckenderweise auch einige Innenpolitiker. Dabei werden
    sie von den Betroffenen immer als ungerecht empfunden und sind in keinerlei
    Hinsicht zielführend. In fast allen derartigen Fällen sollen Verfehlungen
    einer relativ kleinen Zahl von Fans geahndet werden. Die weitaus
    überwiegende Mehrheit hat sich nichts zu Schulden kommen lassen, verhält
    sich auch sonst korrekt und stellt dank ihres besonnenen
    Handelns einen wichtigen Sicherheitsfaktor dar. Genau diese Fans aber sind
    es, die durch Kollektivstrafen getroffen werden, und zwar nicht nur in
    Einzelfällen, sondern überwiegend“, so ProFans-Sprecher Sig Zelt.
    „Natürlich suchen Fußballfans dann Wege, derartige Verbote zu umgehen, was
    auch teilweise gelingt, wie sich etwa beim Spiel der Eintracht Braunschweig
    gegen Hannover 96 gezeigt hat. Der Sinn solcher Maßnahmen wird damit
    zusätzlich konterkariert.“

    Insbesondere bei Derbys spielen Gästefans eine besondere Rolle, die
    aufgrund der Strafen sicht- und hörbar fehlen wird. „Derbys sind seit jeher
    die interessantesten Spiele einer Saison, sogar über die Grenzen der
    beteiligten Fan-Lager hinaus. Vor allem aufgrund der besonderen Stimmung
    innerhalb der Stadien sind solche Begegnungen Aushängeschilder der
    jeweiligen Ligen. Die Choreografien und die aufgeheizte Stimmung verleihen
    diesen Spielen den besonderen Rahmen und machen sie für alle Beteiligten zu
    etwas Besonderem. Mit dem Ausschluss beraubt man sich einmal mehr seiner
    Stärken im internationalen Vergleich und vergibt eine weitere Chance, den
    Umgang mit Fans zu verbessern“, so ProFans-Sprecher Jonas Negenborn.

    Weiterhin stimmt das Zustandekommen der jeweiligen Maßnahmen und die
    Rolle, die Politik und Polizei dabei spielen, bedenklich. ProFans fragt
    sich, ob es förderlich für die zukünftige Entwicklung des Fußballs und der
    Ligen innerhalb Deutschlands sein kann, wenn Politiker und Polizei, die bei
    derartigen Themen meist populistisch und hysterisch reagieren, eine derart
    große Rolle innerhalb der Maßnahmenfindung des DFB spielen. Der DFB täte
    gut daran, derartige Parteien bei seiner Entscheidungsfindung
    auszuschließen und stattdessen in den entsprechenden Fällen sachlich und
    neutral zu urteilen.

    ProFans im September 2015