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„Spendet Becher – Rettet Leben” 2015
Die Saison ist im vollen Gang und Woche für Woche kämpfen die Mannschaft auf dem Rasen und wir Fans auf den Rängen, um die wichtigen Punkte für den Klassenerhalt. Die Spiele sind zwar meist nicht sonderlich ansehnlich, am Ende zählen jedoch nur die Punkte. Doch am Spieltag gegen den 1.FC Köln stehen nicht nur die drei Punkte in unserem Fokus. Wie jedes Jahr, organisieren wir auch in dieser Saison die zur guten Tradition gewordene Aktion “Spendet Becher – Rettet Leben”.
Mit der Leukämie-Erkrankung von Benny im Jahr 2004 ging eine Welle der Hilfsbereitschaft durch Deutschland, seien es Typisierungen, Geldspenden, Bechersammlungen oder Versteigerungen. Seit Jahren haben wir es daher zur Aufgabe gemacht, einen Spieltag zu nutzen, um eine Hilfsorganisation mit einer Spende entsprechend zu unterstützen. In Diesem Jahr möchten wir den Verein „Kinderhilfe – Hilfe für leukämie- und tumorkranke Kinder e.V. Berlin Brandenburg“ und deren anstehende Projekte unterstützen. Der Verein wurde 1983 als eine kleine Selbsthilfegruppe mit kleinen, mittleren und großen Zielen gegründet. Das Primärziel dabei war es, den Familien die die schockierende Diagnose „Dein Kind hat Krebs“ erhielten, zu helfen. Unabhängig davon, ob die Behandlung erfolgreich verlief oder nicht, unterstützte und begleitete der Verein die betroffenen Familien in jeder Lebenslage.
Unter anderem betreut der Verein heute die Knochenmark-Transplantationsstation im Charité Campus Virchow-Klinikum. Der Verein „Kinderhilfe – Hilfe für krebs- und schwerkranke Kinder e.V. Berlin – Brandenburg e.V.“ arbeitet derzeit an verschiedenen Projekten wie dem Elterntreff, Beratung, Klangschalentherapie und Nachsorgereisen. Aber auch die sogenannten Elternwohnungen sind ein wichtiges Projekt Ihrer Arbeit. Denn wenn ein Kind wegen seiner schweren Krebserkrankung in einer Berliner Spezialklinik behandelt werden muss, möchten die Eltern selbstverständlich gern in der Nähe sein. Oft verbringen die Kinder Wochen und Monate im Krankenhaus. Die nicht selten durch die Krankheit finanziell stark belasteten Eltern können sich über eine solch lange Zeit kein Hotelzimmer leisten. Mittlerweile betreut der Verein mehrere Wohnungen in direkter Nähe zum Charité Campus Virchow-Klinikum im Wedding.
Um dem Verein „Kinderhilfe – Hilfe für krebs- und schwerkranke Kinder e.V. Berlin – Brandenburg e.V.“ mit seinen Projekten entsprechend unterstützen zu können, werden wir hierzu zum 29. Spieltag gegen den 1. FC Köln (Samstag, 18.04.2015) wieder die Spendenaktion “Spendet Becher- Rettet Leben” organisieren und hoffen auf eine rege Beteiligung von allen Herthanern.
Zum bereits zehnten Mal werden an vielen Orten im Stadionbereich Helfer mit Tonnen stehen, in welche Ihr Eure Pfandbecher hineinwerfen und somit spenden könnt. Zusätzlich werden Spendendosen bereit stehen, in welche in Form von Bargeld eine Spende getätigt werden kann.
Wir hoffen, dass sich wie schon in den Jahren zuvor, wieder sehr viele Stadionbesucher an der Aktion beteiligen und spenden werden, damit wir alle den Verein „Kinderhilfe – Hilfe für krebs- und schwerkranke Kinder e.V. Berlin – Brandenburg e.V.“ unterstützen können. In diesem Sinne: Nicht Vergessen – Weiter helfen – Leben retten!
Harlekins Berlin im April 2015
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ProFans & AG Fananwälte fordern Abschaffung des 9-Punkte-Plans
Pressemitteilung
ProFans & AG Fananwälte fordern Abschaffung des 9-Punkte-Plans
Berlin, den 2. März 2015
Das Bündnis ProFans und die AG Fananwälte lehnen das 9-Punkte-Papier ab
und fordern den DFB und hierbei namentlich Herrn Vizepräsidenten Dr. Koch
auf, die darin formulierten Leitlinien für die Sportgerichtsbarkeit
zurückzunehmen. ProFans stellt dazu fest, dass das 9-Punkte-Papier an allen
Fanbündnissen vorbei entwickelt und verabschiedet wurde. Hätten ProFans und
die IG Unsere Kurve nicht kritisch beim DFB nachgefragt, wäre es nie zu
einer Diskussion über die neuen Leitlinien für das DFB-Sportgericht
gekommen. „Dies widerspricht massiv unseren Vorstellungen von einem
ehrlichen Dialog zwischen Fans und Verbänden und stellt insgesamt die
Frage, ob der DFB es mit dem Dialog überhaupt ernst meint“, so
ProFans-Sprecher Alex Schulz. „Zumindest bei Teilen im DFB scheint die
Einsicht immer noch nicht angekommen zu sein, dass Fans weitaus mehr sind
als kommerziell vermarktbare Folklore.“Ähnlich wie andere Interessenverbände sieht ProFans in dem 9-Punkte-Papier
eine Sprengkraft, die zu großen Problemen zwischen Fans, Vereinen und
Verbänden führen kann. Insbesondere die Forderung nach Denunziantentum
innerhalb der Kurven und die Inregressnahme von Einzelpersonen für
willkürliche und völlig unverhältnismäßige DFB-Sportgerichtsstrafen sind
nicht akzeptabel und für ProFans auch nicht verhandelbar. Dazu Sig Zelt von
ProFans: „Die vom Sportgericht verhängten Strafen korrespondieren nicht mit
tatsächlich entstandenen Schäden und operieren außerhalb der ordentlichen
Rechtsprechung in Deutschland. Sie übersteigen häufig die Strafen
ordentlicher Gerichte um ein Vielfaches. Für die Betroffenen kann das
existenzvernichtend sein.“ Gerade der DFB als gemeinnütziger Verein darf
hier nicht seine Verantwortung für viele Tausende junge und
leidenschaftliche Fußballfans aus den Augen verlieren.“ProFans weist daraufhin, dass jeder Verein die Möglichkeit hat, seine
Interessen im Rahmen der staatlichen Gerichtsbarkeit wahrzunehmen.
Beschuldigte haben so die Möglichkeit ihre Interessen selber zu vertreten
und eventuelle Strafen entsprechen dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit
und den wirtschaftlichen Möglichkeiten der Beschuldigten. Neben einer
völlig intransparenten Entscheidungsfindung und Strafzumessung
berücksichtigt die DFB-Sportgerichtsbarkeit diese Aspekte eben nicht. Die
Strafe für Rot-Weiß Erfurt im Zusammenhang mit einer Anschlussveranstaltung
nach einem Freundschaftsspiel zeigt zudem, dass der DFB auch
Angelegenheiten verhandelt, die überhaupt nicht in die Zuständigkeit des
Sportgerichts fallen. „Dass in Erfurt der Verein mit seinen Fans eine
legale Möglichkeit einer Pyroaktion gesucht und gefunden hat, war dem DFB
offenbar ein Dorn im Auge. Seit die Verbandsspitzen 2012 das Thema für
beendet erklärt haben, passen alternative Konzepte für ein kontrolliertes
Abbrennen von Pyrotechnik nicht mehr ins Bild. Die harte Strafe soll
vermutlich andere Vereine von ähnlich konstruktiven Projekten abschrecken“,
sagt Jakob Falk von ProFans.Auch die AG Fananwälte hat Bedenken bezüglich der Rechtmäßigkeit der
Regressforderung für DFB Sportgerichtsstrafen. „Gerade vor dem Hintergrund
der von der ordentlichen Gerichtsbarkeit gesprochenen Urteile in Sachen SV
Wilhelmshaven gegen den DFB und Pechstein gegen den Eislauf-Weltverband
erscheint es fraglich, ob Sportgerichtsurteile rechtmäßig sind und
zivilrechtlich gegen Privatpersonen durchsetzbar sind“, so Rechtsanwalt
Tobias Westkamp von der AG Fananwälte. Die AG Fananwälte weist daraufhin,
dass die bisherige Rechtsprechung in Deutschland keinen Freibrief für den
DFB erteilt. Vielmehr ist es so, dass es bis jetzt kein höchstrichterliches
Urteil gibt und die Gerichte bis dato unterschiedlich urteilten. Dazu
Rechtsanwalt Tobias Westkamp: „Entgegen der Darstellung der Verbände
besteht hier eine große Rechtsunsicherheit und es ist fraglich, ob die
Weitergabe von Verbandsstrafen an Privatpersonen zulässig ist.“
Neben diesen rechtlich unsicheren Aspekten bleibt zusammenfassend fest zu
halten, dass der DFB mit dem 9-Punkte-Papier weiter an der Abschaffung von
Freiräumen und lebendigen Fantribünen arbeitet um ein steriles,
vermarktungsfreundliches Medienprodukt voranzutreiben.
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ProFans verleiht Fans des 1. FC Union Berlin den Preis „SAM“
Pressemitteilung
ProFans verleiht Fans des 1. FC Union Berlin den Preis „SAM“
Berlin, den 06. März 2015
Das unabhängige Bündnis ProFans verleiht der Fanszene des 1. FC Union
Berlin den Negativpreis „SAM“ für den Monat März. Die Hauptstädter müssen
am 25. Spieltag, an einem Freitagabend zum Auswärtsspiel nach Darmstadt
reisen (595 km). Zudem mussten die Unioner in dieser Saison bereits diverse
Male Freitag- oder Montagabend auswärts antreten, weshalb sie bei der
Vergabe des SAM des Öfteren auf dem zweiten oder dritten Platz geführt
wurden. Ohne Urlaubstage zu nehmen wird es für die Anhänger des 1. FC Union
Berlin auch diesmal nicht machbar sein, ihrem Verein an diesem Spieltag zu
folgen.Die Abkürzung SAM steht für „SpielAnsetzungsMonster.“ Das SAM wird einmal
im Monat vom Bündnis ProFans als Negativpreis an die Fanszene vergeben, die
am meisten unter den fanunfreundlichen Anstoßzeiten leiden muss. Der Preis
soll die Fanszenen zu noch mehr Engagement gegen diese unerträglichen
Missstände motivieren und die Öffentlichkeit über die Problematik
aufklären.Auf den Plätzen Zwei und Drei liegen für den Monat März, im negativen
Ranking der Jury von ProFans, die Fanszenen von Hertha BSC und die von
Holstein Kiel.Das Bündnis ProFans fordert von der DFL in diesem Zusammenhang öffentliche
Erklärungen für das Zustandekommen der nachfolgenden sehr fanunfreundlichen
Ansetzungen im Monat März 2015. Wir Fußballfans sind nicht länger gewillt,
solche Ansetzungen einfach so hinzunehmen.ProFans, im März 2015
