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“Spendet Becher – Rettet Leben” 2018
Hallo Herthaner!
Die Saison 2004/2005 ist schon sehr lange her. Wenn wir zurückblicken, war diese Zeit für die Fanszene von Hertha BSC einer der prägendsten Monate der jüngeren Vergangenheit. Benny, ein Mitglied von uns, den „Harlekins Berlin ´98“ erkrankte an Leukämie. Was damals durch Bennys Familie, den Fans von Hertha BSC und unzähligen anderen Fanszenen an Unterstützung organisiert wurde, sei es durch Organisationen von Typisierungen, damit ein passender Knochenmarkspender für Benny gefunden werden konnte oder durch finanzielle Hilfestellung, ist bis heute einzigartig. Leider hat Benny damals den Kampf gegen den Krebs nicht gewonnen und wir mussten Abschied von einem Freund nehmen, der viel zu früh von uns gegangen ist.
Benny wir denken in vielen Momenten an dich, sei es beim jährlichen „Remember Benny – Cup“, sei es bei „Spendet Becher – Rettet Leben!“ oder in Momenten, an denen wir beisammen sind und du in unserer Mitte fehlst!
Auch weiterhin erkranken täglich in unserer Gesellschaft Menschen an schweren und lebensbedrohlichen Krankheiten. Um Erkrankte auf dem Weg der Heilung und dem Umgang mit der Erkrankung zu unterstützen, benötigt es neben sozialer Hingabe natürlich auch finanzielle Ressourcen. Deshalb haben wir es uns seit nunmehr 13 Jahren zur Aufgabe gemacht, mit „Spendet Becher – Rettet Leben!“ jährlich eine Spendenaktion bei uns im Olympiastadion zu organisieren. Die eingenommenen Spenden werden in jedem Jahr einem gemeinnützigen Träger oder Verein übergeben, der seinen Tätigkeitsschwerpunkt in der Arbeit mit betroffenen Kindern oder Erwachsenen besitzt und Ihnen Hilfestellung in dem Umgang oder Heilung der Krankheit gibt.
In diesem Jahr möchten wir uns einer Krankheit und einer Thematik widmen, welche in unserer Gemeinschaft noch extrem viel Angst und Hilflosigkeit auslöst, AIDS. Menschen mit AIDS oder dem HI-Virus erfahren leider immer noch erhebliche Ausgrenzung in unserer Gesellschaft. Besonders Kinder, die selbst den HI-Virus in sich tragen, oder ein bzw. beide Eltern an AIDS erkranken, oder den HI-Virus in sich tragen, werden von alltäglichen Dingen wie z.B. dem Kita-Besuch ausgeschlossen. Der Träger „Nestwärme – Verein zur Betreuung und Beratung von AIDS- betroffenen Familien, Kindern und Jugendlichen e.V.“, hat sich dieser Thematik seit nunmehr 21 Jahren angenommen. Betroffene Kinder, die nirgendwo einen Kita-Platz bekommen würden, haben bei „Nestwäme“ einen Ort gefunden, an denen es keine Berührungsängste gibt. Gemeinsam mit nicht betroffenen Kindern gestalten sie ganz normal ihren Alltag, denn spielen ist nicht ansteckend. Neben der Kita hat „Nestwärme“ ein Familienzentrum geschaffen, in dem von HIV betroffene Jugendliche oder Eltern Hilfe im Umgang mit Ihrer Krankheit erhalten und den Weg in die Mitte der Gesellschaft wieder erhalten, oder diesen nicht verlassen müssen. Wir sehen die Arbeit von „Nestwärme“ als äußerst relevant an, damit die von AIDS betroffenen Familien nicht weiter ausgegrenzt, sondern vielmehr ein Teil von uns allen sind.
Deswegen möchten wir zum nächsten Heimspiel am 14. April gegen den 1. FC Köln wie jedes Jahr „Spendet Becher- Rettet Leben!“ mit euch allen durchführen und wieder zu einem tollen Erfolg werden lassen. Auch die Fanszene aus Köln wird sich daran beteiligen, wofür wir uns schon im Voraus bedanken wollen. Wie auch in den letzten zwölf Jahren, werden wieder im gesamten Stadionbereich Helferinnen und Helfer mit Spendenausweisen und Spendentonnen bereit stehen, in die ihr eure Pfandbecher hineinwerfen könnt. Zudem habt ihr die Möglichkeit Geldspenden bei den Sammlern zu spenden, denn an jeder Spendentonne und auch am Fananhänger gibt es Spendenbüchsen. Außerdem sind Helferinnen und Helfer mit Spendenbüchsen im gesamten Stadion unterwegs und sammeln in den Blöcken zusätzlich noch Geldspenden ein. Durch Eure Becher- bzw. Geldspende könnt Ihr großes Bewirken!
Nicht vergessen – Weiter helfen – Leben retten!
Harlekins Berlin `98 im April 2018
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FANSZENETREFFEN
Hallo Herthaner!
Im letzten Kurvenecho haben die „Harlekins Berlin“ ausführlich darüber berichtet, weshalb die Kommunikation von den Ultras mit Herthas Geschäftsführung und weiteren Vereinsvertretern nun endgültig eingestellt wurde. Nicht alles kann dabei in einem Text erläutert werden und die Ultras beanspruchen auch kein Meinungsmonopol, dem andere Herthaner blind folgen sollen. Dass aber etwas gewaltig schief läuft, ist offensichtlich! Eine Identifikation mit dieser Vereinsführung und dementsprechend auch mit der Ausrichtung des Vereins wird immer schwieriger. Die Zuschauerzahlen im Olympiastadion sind stark rückläufig, nicht einmal der FC Bayern und Borussia Dortmund machen das Stadion voll. Und auch die Auswärtsfahrerzahlen in den letzten beiden Jahren sind alles andere als zufriedenstellend. Darüber hinaus ist auch außerhalb der Ultragruppen und der aktiven Fanszene ein starkes Unbehagen über den Kurs zu spüren, den die Geschäftsführung seit nun fast zwei Jahren eingeschlagen hat.
Deshalb möchten wir mit euch über die aktuelle Situation im Verein und unter uns Fans sprechen! Dies wollen wir in offener Atmosphäre mit allen interessierten Herthanern tun. Daher möchten wir euch zu einem großen Fanszenetreffen in der Länderspielpause einladen:
Sonntag, 25. 03. 2018
Haus des Landessportbunds Berlin e.V.
(Jesse-Owens-Allee 2, 14053 Berlin)
Der Aufgang zum Saal befindet sich neben den „Stadionterrassen“, direkt gegenüber dem S-Bhf. Olympiastadion. Um 15 Uhr beginnt das Treffen, bei dem jeder dem Hertha BSC am Herzen liegt, gern gesehener Gast ist. Für Getränke ist gesorgt.
Kommt vorbei und diskutiert mit uns, denn wir Fans sind der Verein!
Ostkurve Hertha BSC im März 2018
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ProFans Hertha BSC hinterfragt unverhältnismäßigen Polizeieinsatz
Pressemitteilung ProFans vor Ort – 20. Februar 2018
Am 17.02.2018 kam es in Halle zu der Begegnung zwischen dem heimischen Halleschen FC und dem Karlsruher SC im Rahmen eines Pflichtspiels der 3. Liga. Dieses Spiel nahmen rund 200 Herthaner zum Anlass, gemeinsam mit der Regionalbahn in Richtung Sachsen-Anhalt zu reisen, um die befreundeten Fans des KSC zu unterstützen. Bereits am Hauptbahnhof in Berlin wurden diese von sechs bekannten Zivilpolizisten, sowie einigen Bereitschaftspolizisten in Empfang genommen und begleitet. Das Auftreten letzterer war dabei geprägt von Überheblichkeit und Provokationen, auf welche die Fans in weiser Voraussicht nicht eingingen.
Am Hauptbahnhof in Halle traute man jedoch seinen Augen nicht, denn dieser glich, aufgrund seiner hermetischen Abriegelung, eher dem Veranstaltungsort des G-20 Gipfels als einem Bahnhof. Auf dem Weg zum Stadion wurden die Herthaner dann durch ein enormes Polizeiaufgebot, sowie durch zwei Wasserwerfer und einen Polizeihubschrauber begleitet. Am Stadion angekommen begrüßte sie sogar ein dritter Wasserwerfer. Mindestens eines dieser Geräte wurde sogar aus dem benachbarten Thüringen herangekarrt. Ausschreitungen gab es bis zu diesem Zeitpunkt, sowie generell an diesem Tag, überhaupt keine.
ProFans Hertha BSC kritisiert diesen maßlos überzogenen Polizeieinsatz. Es ist für uns unerklärlich, warum in manchen Bundesländern allein die Ankündigung zu einem Spiel anzureisen ein derartiges Aufgebot an Polizeikräften und –gerät nach sich zieht. Diese Taktik der pauschalen Kriminalisierung von Fußballfans ist in einem Rechtsstaat mindestens fragwürdig. Hierbei ist zu betonen, dass es weder auf der Anreise, noch in den letzten Jahren zu irgendwelchen Problemen zwischen Hallensern und Herthanern gekommen ist, die ein derartiges Aufgebot auch nur im Entferntesten rechtfertigen könnten.
Immer wenn es passt (und auch meistens, wenn nicht) echauffieren sich die Vertreter der Polizeigewerkschaften über eine zu hohe Belastung ihrer Kräfte. Am 17.02.2018 wurde ein weiteres Beispiel dafür gegeben, dass dieses Problem hausgemacht ist und nichts mit einer angeblich zunehmenden Kriminalität zu tun hat. Der zurückliegende Samstag beweist eher das Gegenteil. Bei dieser Bewertung ist zusätzlich auch die unglaubliche Verschwendung von Steuergeldern in den Blick zu nehmen, denn neben den zu bezahlenden Einsatzstunden fallen auch für den Einsatz von insgesamt drei Wasserwerfern und einem Hubschrauber enorme Kosten an. Diese Kosten werden dann in der Öffentlichkeit den Fußballfans zugeschrieben, was zu einer weiteren Stigmatisierung führt.
ProFans Hertha BSC fordert, dass dieser Einsatz umfassend aufgeklärt wird, sowie dass die angefallenen Kosten offengelegt werden. Darüber hinaus fordern wir ein radikales Umdenken bei den zuständigen Behörden. Fußballfans dürfen nicht ausschließlich als Sicherheitsrisiko wahrgenommen und so behandelt werden. Dadurch gewinnt am Ende keiner.
ProFans Hertha BSC, im Februar 2018
