
Die Ringe bleiben – und das ist auch gut so!
Seit Jahren kommt, in unregelmäßigen Abständen, immer wieder die Diskussion auf, ob man die Namensrechte am Olympiastadion Berlin verkaufen sollte.
Meist geschieht dies, wenn sich neue Haushaltslöcher im Verein oder in der Senatskasse von Berlin auftun.
Uns als Förderkreis Ostkurve e.V. ist es ein Anliegen, den Namen „Olympiastadion Berlin“ zu bewahren und zu verteidigen, da dieser Name untrennbar ist, mit der Geschichte und der Tradition von Hertha BSC.
Aus diesem Grund, verfassten wir mit der Unterstützung einiger Mitglieder der SPD Berlin, die wir für unsere Ansichten und Vorstellungen begeistern konnten, einen Antrag (Antragstext siehe unten), der den Verkauf der Namensrechte verhindern sollte.
Am vergangenen Samstag, wurde dieser Antrag mit großer Mehrheit vom Landesparteitag der Berliner SPD angenommen und gehört nun zur Beschlussfassung der Partei.
Wir danken allen Beteiligten für Ihre Unterstützung und würden uns freuen sie als bald im Olympiastadion Berlin begrüßen zu dürfen.
Sei ein Teil des Ganzen
Förderkreis Ostkurve e.V.
Tradition bewahren – Olympiastadion für immer
Der Senat von Berlin wird aufgefordert, sich zu verpflichten, auf einen Verkauf der Namensrechte für das Berliner Olympiastadion, gegenwärtig und zukünftig, zu verzichten.
Begründung:
Das Berliner Olympiastadion gehört zu den wichtigsten Wahrzeichen von Berlin.
Mit dem Berliner Olympiastadion verbinden viele Menschen auf der Welt, und das nicht erst seit der Fußball-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr, eine einmalige Atmosphäre und herausragende Stimmung. So ist das Berliner Olympiastadion mehr als nur ein Veranstaltungsort für die Heimspiele des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC, für das alljährliche DFB-Pokalendspiel oder für Großveranstaltungen wie z.B. Konzerte und Showevents. Dieses geschichtsträchtige Bauwerk, das als Resultat des langwierigen und kostspieligen Umbaus neuerdings als Sportstätte mit einer ästhetischen Verbindung von Klassik und Moderne besticht, zieht Touristen, Stadion- und an der Historie Deutschlands interessierte Menschen aus aller Welt nach Berlin. Eine Umbenennung würde eine lange und erfolgreiche Stadiontradition in Berlin vernichten. Zudem wird sich wohl kaum ein Besucher für die Geschichte und die Tradition einer Arena interessieren, die den Namen eines globalen Großkonzerns trägt.
Hinzu kommt, dass ein Verkauf der Namensrechte auch das sichere Aus für eine mögliche, spätere Olympiabewerbung Berlins bedeuten würde. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat bereits des Öfteren vor einem Verkauf der Namensrechte gewarnt, da somit eine Bewerbung für die Olympischen Spiele hinfällig werden würde. Berlin hätte somit auf lange Zeit die Chance verloren, noch einmal die Olympischen Spiele ausrichten zu dürfen.
Darüber hinaus würde eine Ersetzung der Olympischen Ringe am Osteingang des Stadions durch ein Firmenlogo diesem geschichtsträchtigen Ort nicht mehr gerecht werden.
Der Senat sollte sich dieser Verantwortung bewusst sein und nicht dem Ruf des schnellen Geldes folgen. Das Olympiastadion Berlin, ist eines der wenigen Stadien in Deutschland, das noch seinen ursprünglichen Namen trägt. Diesen gilt es zu erhalten.
