
Bei Hertha BSC nehmen die Pläne für ein vereinseigenes Museum langsam Gestalt an. Träger dieses Projektes ist die Hertha-Stiftung, die mit Engagement große Fortschritte erreicht und damit endlich diesen lang ersehnten historischen Tag ermöglicht hat.
Am 26.09.2007 kam es in der Kinemathek am Potsdamer Platz zum symbolischen Spatenstich durch den Hertha-Präsidenten Bernd Schiphorst. „Symbolisch“, da die Finanzierung und der Standort des Museums noch nicht festgelegt wurden, jedoch wird das Olympiagelände, auf dem 2008 die Grundsteinlegung stattfinden soll, derzeit nicht nur als Favorit gehandelt, sondern auch von Hertha BSC gewünscht. Bis zur Fertigstellung des eigentlichen Museums müssen sich die Fans dennoch nicht gedulden, da bereits dieses Jahr ein virtuelles Museum im Internet die Herthaner zum Rundgang begrüßen wird, um die Wartezeit auf das reale Erlebnis, ein Besuch im hauseigenen Museum von Hertha BSC, zu verkürzen.
Da sich die Geschichte von Hertha BSC in drei großen Phasen erzählen lässt, wird auch die Ausstellung diese Struktur übernehmen.
Der erste Bereich befasst sich mit der Zeit der Gründung im Jahr 1892 bis zum Beginn der Nazizeit 1933, welche durch die beiden Meistertitel in den Jahren 1930 und 1931 geprägt war.
Die zweite Phase widmet sich der kritischen Zeit von 1933 bis 1945, wobei Herr Schiphorst durchklingen ließ, dass Hertha BSC für diesen Zeitabschnitt extra Herrn Professor Koerfer beauftragte, ein Gutachten zu erstellen, um genaue Details über diesen Zeitabschnitt, bezogen auf den Verein Hertha BSC, herauszuarbeiten und nichts zu verschleiern.
Schlussendlich erfährt der Besucher die Vereinsgeschichte ab der Nachkriegszeit bis heute mit allen Höhen, wie z.B. das Erreichen des Halbfinales im UEFA-Pokal 1978/1979 oder die Teilnahme an der Champions League 1999/2000, aber natürlich auch die negativen Erlebnisse, zu denen zweifelsohne der Zwangsabstieg 1964/1965, sowie die sportlichen Abstiege, 1986 gar bis in die Regionalliga, gehören.
Zu den Ausstellungsstücken des Museums werden nicht nur Pokale, Wimpel und Trikots gehören, da auch Videoberichte von Zeitzeugen, alte Film-, TV- und Radioausschnitte ihren Platz einnehmen werden.
Um auch Kopien von nicht mehr vorhandenen Stücken, wie z.B. der Viktoria, oder dringend notwendige Restaurationen vornehmen zu können, konnten am Tag des symbolischen Spatenstiches bei einer Auktion Patenschaften für gewisse Exponate ersteigert werden, wodurch bereits eine Summe von 33.400€ zusammen kam.
Damit die Fans bei der Gestaltung des Museums miteinbezogen werden konnten, wurde eine Abstimmung für den Namen des Museums eingerichtet, bei der der Vorschlag „HERTHA BSC-Museum“ mit 655 von insgesamt 1582 Stimmen, die beiden weiteren Vorschläge „HERTHA BSC-Hall of Fame“ mit 496 und „HERTHA BSC-Ruhmeshalle“ mit 316 Stimmen auf die Plätze verwies.
Abschließend möchten wir noch einen Appell an alle Anhänger unseres Vereins Hertha BSC richten:
Nachdem nun der symbolische Spatenstich für das Hertha-Museum vollzogen wurde, möchten wir alle Anhänger auffordern und bitten euch, eure Oma, euren Opa, eure Bekannten und Nachbarn, einfach alle, die ihr kennt nach allem zu fragen, das nur annähernd mit unserem Verein Hertha BSC in Verbindung gebracht werden kann. Auf dem einen oder anderen Dachboden oder in genau dem einen alten Keller könnten sich Dinge befinden, die euch bedeutungslos und unwichtig erscheinen, jedoch einen großen historischen Wert mit sich tragen und im Hertha-Museum einen würdevollen Platz erhalten werden.
Helft bitte auf der Suche nach solchen wertvollen Stücken mit!
Euer Förderkreis Team wird euch über den weiteren Verlauf des Projektes informieren.
Sei ein Teil des Ganzen!
